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Digitale Assets: USA und UK planen gemeinsame Regeln

Die transatlantische Taskforce überträgt BoE, FCA, CFTC und SEC die Aufgabe, das Regelwerk für tokenisierte Vermögenswerte zu schreiben, wobei Stablecoins als Testfall genannt werden.

Das US-Finanzministerium und HM Treasury haben über die Transatlantic Taskforce for the Markets of the Future eine gemeinsame Erklärung samt Empfehlungen veröffentlicht. Darin skizzieren sie einen koordinierten Rahmen für die Regulierung digitaler Vermögenswerte in beiden Rechtsräumen. Stablecoins stehen im Zentrum des Fahrplans und sind die erste Anlageklasse, die die Aufseher formal regeln sollen.

Warum das wichtig ist

Die Taskforce fordert die Bank of England und die Financial Conduct Authority im Vereinigten Königreich sowie CFTC und SEC in den USA auf, einheitliche Ansätze für den Umgang mit tokenisierten Vermögenswerten zu entwickeln. Ein bilateraler Fahrplan dieser Größenordnung ist ungewöhnlich: Die meiste grenzüberschreitende Abstimmung war bislang informell oder auf Durchsetzung begrenzt, nicht auf Produktregeln. Dass Stablecoins zuerst kommen, signalisiert, dass beide Regierungen die Infrastruktur für Zahlungstoken als den Bereich sehen, in dem Standards angeglichen werden sollen, bevor sich der übrige Tokenisierungs-Stack um abweichende Regeln verfestigt.

Auswirkungen auf den Markt

Für US-Emittenten von Stablecoins bedeutet das praktisch einen glaubwürdigen Weg in den Vertrieb im Vereinigten Königreich unter einem Regime, das ihre Heimatregulierer bereits mitgeprägt haben. Für Banken in Großbritannien und Europa, die tokenisierte Einlagen und On-chain-Abwicklung prüfen, verringert der Fahrplan das Risiko, auf einem rein US-basierten Rahmen aufzubauen, der später mit britischen Regeln kollidiert. Als nächstes Signal gilt die erste gemeinsame Konsultation von SEC und CFTC zu tokenisierten Sicherheiten sowie die Antwort der BoE darauf, ob systemische Stablecoin-Emittenten in ihren Regulierungsbereich fallen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was haben die Finanzministerien der USA und des Vereinigten Königreichs angekündigt?

    Sie haben über die Transatlantic Taskforce for the Markets of the Future einen gemeinsamen Fahrplan für digitale Vermögenswerte veröffentlicht. Darin werden Regulierer in beiden Ländern aufgefordert, Regeln für tokenisierte Vermögenswerte anzugleichen, beginnend mit Stablecoins.

  2. Welche Regulierer sind an dem Fahrplan beteiligt?

    Auf britischer Seite sind die Bank of England und die Financial Conduct Authority beteiligt, auf US-Seite CFTC und SEC. Sie sollen einheitliche Ansätze für tokenisierte Vermögenswerte entwickeln.

  3. Warum werden Stablecoins im Rahmen zuerst genannt?

    Stablecoins sind derzeit die am aktivsten genutzte Klasse tokenisierter Vermögenswerte. Ihre frühzeitige Angleichung gibt Regulierern eine praktische Vorlage, bevor sich der breitere Tokenisierungs-Stack um abweichende nationale Regeln verfestigt.

  4. Wie wirkt sich der Fahrplan auf bestehende US-Stablecoin-Emittenten aus?

    Er eröffnet einen glaubwürdigen Weg in den Vertrieb im Vereinigten Königreich unter einem gemeinsam mit US-Regulierern geprägten Regime. Das senkt das regulatorische Risiko bei transatlantischer Stablecoin-Emission und Bankpartnerschaften.

  5. Worauf sollten Anleger als Nächstes bei der Taskforce achten?

    Die ersten konkreten Signale sind die gemeinsame Konsultation von SEC und CFTC zu tokenisierten Sicherheiten sowie die Antwort der Bank of England darauf, ob systemische Stablecoin-Emittenten in ihren Regulierungsbereich fallen.

Quellenangabe
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