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Vietnam: KMU dürfen Krypto als Kreditsicherheit nutzen

Der Änderungsentwurf zum KMU-Fördergesetz liegt zur öffentlichen Konsultation bereit — ein formeller Schritt, noch kein Beschluss — doch das Signal zählt: Vietnam verankert digitale Vermögenswerte im Sicherheitenkatalog…

Vietnams Finanzministerium hat vorgeschlagen, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu erlauben, digitale Vermögenswerte, virtuelle Vermögenswerte und geistiges Eigentum als Sicherheiten für Bankkredite zu hinterlegen. Das geht aus einem Bericht von Viet Nam News hervor. Die Maßnahme ist Teil eines Änderungsentwurfs zum Gesetz zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen und befindet sich nun in der öffentlichen Konsultation.

Warum das wichtig ist

Der Entwurf würde den Sicherheitenkatalog über klassische Immobilien und Ausrüstung hinaus erweitern — um künftig entstehende Vermögenswerte, Eigentumsrechte, digitale Vermögenswerte, virtuelle Vermögenswerte und sonstiges rechtmäßiges Eigentum. Die Einordnung — Finanzierungszugang für den Privatsektor und mehr Spielraum für Tech-Startups — fügt sich in den breiteren Kurs der Regierung ein, Kapital für die Privatwirtschaft freizusetzen, wie ihn das Politbüro in der Resolution 68-NQ/TW formuliert hat.

Auswirkungen auf den Markt

Für Krypto ist das Signal legitimierend, nicht richtungsweisend: Vietnam legalisiert hier weder den Handel noch führt es ein Lizenzregime ein, aber es ist das erste große Finanzministerium eines Schwellenlandes, das digitale und virtuelle Vermögenswerte formell in den KMU-Sicherheitenrahmen einordnet, gegen den Banken Kredite vergeben. Die Konsultationsphase ist die nächste Weiche — wie Banken und die Staatsbank den Begriff „rechtmäßige" digitale Vermögenswerte auslegen, wird entscheiden, ob die Regeländerung tatsächlich Bilanzen freisetzt oder symbolisch bleibt.

Quelle: [Ministry proposes allowing SMEs to use digital assets as collateral for bank loans — vietnamnews.vn](https://vietnamnews.vn/economy/1782289/ministry-proposes-allowing-smes-to-use-digital-assets-as-collateral-for-bank-loans.html)

Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat Vietnams Finanzministerium konkret vorgeschlagen?

    Es hat einen Änderungsentwurf zum Gesetz zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen vorgelegt, der es KMU erlauben würde, digitale Vermögenswerte, virtuelle Vermögenswerte, geistiges Eigentum und sonstige rechtmäßige Vermögenswerte als Sicherheiten für Bankkredite zu nutzen. Der Entwurf befindet sich nun in der…

  2. Bedeutet das, dass Vietnam den Krypto-Handel legalisiert hat?

    Nein. Der Vorschlag erweitert die Sicherheiten, gegen die Banken Kredite vergeben, er lizenziert weder Börsen noch schafft er ein Handelsregime. Es handelt sich um eine Maßnahme für den Kredit Zugang, nicht für die Marktstruktur.

  3. Welche Vermögenswerte wären nach dem Entwurf als Sicherheiten zulässig?

    Der Entwurf nennt digitale Vermögenswerte, virtuelle Vermögenswerte, geistiges Eigentum, künftig entstehende Vermögenswerte, Eigentumsrechte und sonstiges rechtmäßiges Eigentum — ein breiterer Katalog als der traditionelle Mix aus Immobilien und Ausrüstung, gegen den vietnamesische Banken bislang Kredite vergeben.

  4. Warum treibt die Regierung diese Änderung voran?

    Offizielle begründen sie als Weg zu besserem Finanzierungszugang für Privatunternehmen und Tech-Startups, im Einklang mit der Resolution 68-NQ/TW des Politbüros zur Freisetzung von Kapital für den privaten Wirtschaftssektor.

  5. Wie geht es nun weiter?

    Der Entwurf ist zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Danach müssen die Staatsbank und die Geschäftsbanken klären, wie „rechtmäßige" digitale Vermögenswerte in der Praxis definiert werden — die Lesart der Bankenseite wird entscheiden, ob die Regel tatsächlich Bilanzen freisetzt oder weitgehend symbolisch bleibt.

Quellenangabe
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