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Web3 Antivirus: 4,24 Mio. Scam-Contracts bei 100,8 Mio. Analysen

Rund 1 von 24 geprüften Contracts trug seit Plattformstart eine Betrugsflagge, 80 % davon allein in den letzten 30 Tagen. Ein Tempo, das auf industrialisiertes Wallet-Draining hindeutet.

Web3 Antivirus, der On-Chain-Contract-Scanner, hat mittlerweile 100,8 Millionen Contracts analysiert und 4,24 Millionen davon als bösartig markiert. Der Großteil der Schäden ist aktuell: 3,41 Millionen dieser Betrugsflaggen fielen allein in den letzten 30 Tagen an, im Schnitt mehr als 110.000 neu markierte Contracts pro Tag.

Warum das wichtig ist

Entscheidend ist das Tempo, nicht die kumulierte Zahl. Ein Betrugs-Contract wirkt oft harmlos, bis ein Nutzer eine Freigabe erteilt, signiert oder eine Wallet verbindet. Genau das ist 2026 die dominante Form von Retail-Betrug im Krypto-Bereich, und der Strom markierter Contracts liest sich inzwischen weniger wie eine Reihe opportunistischer Phishing-Drops als wie eine industrialisierte Operation. Freigaben, nicht reine Transfers, sind die Angriffsfläche, und die meisten Wallet-UIs zeigen sie weiterhin als einen einzigen Bestätigungsklick an.

Marktauswirkungen

Die Plattform stellt Toxic-Token-Scores, Flags für verdächtige Adressen und eine Prüfung der Freigabehistorie unter dash.web3antivirus.io bereit. Für Nutzer lautet die praktische Empfehlung, veraltete Freigaben nach jeder Interaktion mit einem unbekannten Contract zu widerrufen und jede neue Freigabe über eine frische Burner-Wallet statt über die Haupt-Treasury-Adresse laufen zu lassen. Das breitere Signal für den Sektor: Contract-basierter Betrug hat token-basierten Betrug volumenmäßig überholt, wodurch die Sicherheitslast zurück auf die Wallet-UX fällt statt auf On-Chain-Analysen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie viele Betrugs-Contracts hat Web3 Antivirus insgesamt markiert?

    Web3 Antivirus hat 100,8 Millionen Contracts analysiert und 4,24 Millionen davon als bösartig markiert, davon 3,41 Millionen allein in den letzten 30 Tagen.

  2. Wie schnell tauchen neue Betrugs-Contracts auf?

    Im Schnitt rund 110.000 neu markierte Contracts pro Tag über die letzten 30 Tage, ein Tempo, das eher nach industrialisiertem Betrug aussieht als nach opportunistischem Phishing.

  3. Warum sind Freigaben die eigentliche Angriffsfläche?

    Ein bösartiger Contract wirkt meist harmlos, bis ein Nutzer eine Freigabe erteilt, signiert oder eine Wallet verbindet. Die meisten Wallet-UIs zeigen diese Freigabe als einzelnen Klick, was Drainern die Ausführung ermöglicht.

  4. Was können Nutzer tun, um das Wallet-Drain-Risiko zu senken?

    Veraltete Freigaben nach jeder Interaktion mit einem unbekannten Contract widerrufen, neue Freigaben über eine frische Burner-Wallet leiten und vor dem Signieren Toxic-Token-Scores sowie die Freigabehistorie prüfen.

  5. Ist Contract-basierter Betrug inzwischen größer als token-basierter Betrug?

    Nach Markierungsvolumen ja. Der Strom markierter Contracts hat token-basierten Betrug überholt, wodurch die Sicherheitslast zurück auf die Wallet-UX und weg von On-Chain-Analysen wandert.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinTelegraph · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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