XRP wurde nach einem Tagesverlust von 1,24 % bei rund 1,03 $ gehandelt. Der Token testet nun die psychologisch wichtige Unterstützungszone bei 1 $, während die Zuflüsse in US-Spot-XRP-ETFs seit ihrem Mai-Höchststand um 79 % eingebrochen sind. Der Rückgang folgt dem legislativen Verlauf des Digital Asset Market CLARITY Act, den der Senat nach seiner am 7. August endenden Pause ohne Beratung im Plenum ließ, sodass der 14. September das früheste plausible Zeitfenster für eine Cloture-Abstimmung bleibt. Kalshi-Händler haben die Verabschiedungswahrscheinlichkeit des Gesetzes für 2026 auf rund 17 % neu bewertet, nach einem Höchststand von 82 % im Februar.
Warum es wichtig ist
Der CLARITY Act passierte das Repräsentantenhaus im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen und wurde im Senatsbankenausschuss im Mai 2026 mit 15 zu 9 Stimmen angenommen. Am 1. Juni wurde er auf den Senatskalender gesetzt. Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, hat dem Gesetz keine Plenarzeit eingeräumt und priorisiert stattdessen Exekutivernennungen sowie ein Sanktionspaket im Ausland. Bei 53 republikanischen Sitzen benötigt die Fraktionsführung weiterhin mindestens sieben Stimmen aus den Reihen der Demokraten, um die 60-Stimmen-Cloture-Schwelle zu überwinden.
Der Widerstand der Demokraten konzentriert sich auf zwei politische Streitpunkte. Geschäftsbanken haben gegen Stablecoin-Bestimmungen lobbyiert, die Zinszahlungen auf Bestände erlauben, und warnen, dass diese Struktur traditionelle Einlagen gefährde. Auch ranghohe Gesetzgeber haben auf strengere Ethikauflagen gedrängt, die es Amtsträgern verbieten, sich an privaten Kryptoprojekten zu beteiligen. Senatorin Cynthia Lummis räumte die Reibung ein und merkte an, zentrale Mitglieder blieben dem Rahmenwerk ohne weitergehende Zugeständnisse „wirklich widerständig" gegenüber.
Marktauswirkungen
Die institutionelle Reaktion auf die Pattsituation ist konkret und messbar. US-Spot-XRP-ETFs verbuchten im Mai, als die Dynamik im Senatsausschuss ihren Höhepunkt erreichte, 131,94 Mio. $ an Nettozuflüssen. Diese schrumpften im Juni deutlich auf 59,46 Mio. $ und im Juli auf nur noch 27,29 Mio. $. Der 79-prozentige Einbruch der monatlichen Zuflüsse fällt zeitlich mit der Neubewertung der Kalshi-Wahrscheinlichkeit zusammen und deutet darauf hin, dass die Kapitalverantwortlichen ein längeres regulatorisches Vakuum einpreisen als ursprünglich angenommen.
Der Senat geht vom 10. August bis zum 11. September in die Heimatarbeitsphase.
Häufig gestellte Fragen
-
Wie stark sind die Zuflüsse in XRP-ETFs seit Mai zurückgegangen?
US-Spot-XRP-ETFs verbuchten im Mai 131,94 Mio. $ an Nettozuflüssen, im Juni 59,46 Mio. $ und im Juli nur 27,29 Mio. $. Das entspricht einem Einbruch von 79 % gegenüber dem Mai-Höchststand.
-
Warum stockt der CLARITY Act im Senat?
Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, hat keine Plenarzeit gewährt und priorisiert Exekutivernennungen sowie ein Sanktionspaket. Die Fraktionsführung benötigt weiterhin mindestens sieben Stimmen aus den Reihen der Demokraten, um die 60-Stimmen-Cloture-Schwelle zu überwinden.
-
Wie hoch sind die Kalshi-Quoten für eine Verabschiedung des CLARITY Act im Jahr 2026?
Kalshi-Händler bewerten die Verabschiedungswahrscheinlichkeit des Gesetzes für 2026 mit rund 17 %, nach einem Höchststand von 82 % im Februar.
-
Wann ist der früheste Zeitpunkt, an dem der Senat über den CLARITY Act abstimmen könnte?
Das früheste plausible Zeitfenster ist der 14. September, nachdem der Senat aus seiner Heimatarbeitsphase vom 10. August bis zum 11. September zurückkehrt, sofern vor der Pause ein Cloture-Antrag eingebracht wird.
-
Was blockiert die demokratische Unterstützung für das Gesetz?
Zwei zentrale Streitpunkte: die Lobbyarbeit der Banken gegen zinsbringende Stablecoin-Bestimmungen und die Forderung nach strengeren Ethikauflagen, die Amtsträgern die Beteiligung an privaten Kryptoprojekten verbieten.