Bundesstaatsanwälte haben zwei Robinhood-Ingenieure, Hefu Chai und Huaisong Xiang, wegen Warenbetrugs und Drahtbetrugs angeklagt. Sie sollen vertrauliche Daten zu Token-Listings genutzt haben, um auf Hyperliquid Perpetual Futures zu handeln. Laut Staatsanwaltschaft handelte Chai vor mindestens 10 Listing-Ankündigungen von Robinhood Crypto und Xiang vor mindestens 11, wobei jeder zwischen 2025 und 2026 mehr als 50.000 $ einstrich.
Beide Männer waren als "Coin Aware Individuals" eingestuft und hatten Zugang zu einem privaten Slack-Kanal mit geplanten Listings. Die Robinhood-Richtlinie verbot ihnen, diese Token auf irgendeiner Plattform vor einer öffentlichen Ankündigung sowie 24 Stunden danach zu handeln. Ein Robinhood-Sprecher erklärte, das Unternehmen habe den Fall sofort untersucht und an die Strafverfolgungsbehörden gemeldet.
Warum es zählt
Der Fall stellt klar, dass der Handel mit Derivaten auf dezentralen Plattformen Händler nicht vor bundesstaatlichen Betrugsgesetzen schützt. Die Staatsanwaltschaft stellte den Perp-Handel auf Hyperliquid ausdrücklich in denselben Vollzugsrahmen wie klassischen Unternehmens-Insiderhandel, ein bedeutender Präzedenzfall für den DeFi-Derivate-Sektor.
Marktauswirkungen
Jeder Angeklagte muss bei einer Verurteilung mit bis zu 10 Jahren Gefängnis rechnen. Die Anklagen kommen, während die Aufsichtsbehörden ihren Blick auf Perpetuals schärfen, ein Produkt, das Händlern gehebelte Positionen ermöglicht, ohne den Basiswert zu besitzen. Dem Fall voraus ging die Insiderhandels-Anklage gegen Jane Street wegen eines mutmaßlichen Telegram-Backchannels, über den 192 Millionen $ TerraUSD vor dem Kollaps 2022 abgestoßen worden sein sollen. Das signalisiert, dass die Betrugsbekämpfung nun sowohl TradFi- als auch On-Chain-Plätze erfasst.
Häufig gestellte Fragen
-
Wer sind die Robinhood-Ingenieure, die wegen Insiderhandels angeklagt wurden?
Hefu Chai (36) und Huaisong Xiang (30), beide Robinhood-Ingenieure, wurden von Bundesstaatsanwälten wegen Warenbetrugs und Drahtbetrugs angeklagt. Sie sollen auf Grundlage vertraulicher Listing-Informationen gehandelt haben.
-
Wie viel Gewinn sollen die Angeklagten erzielt haben?
Laut Staatsanwaltschaft handelte Chai vor mindestens 10 Robinhood-Listing-Ankündigungen und Xiang vor mindestens 11, wobei jeder zwischen 2025 und 2026 mehr als 50.000 $ einnahm.
-
Warum handelten sie auf Hyperliquid statt an einer regulären Börse?
Sie sollen Hyperliquid Perpetual Futures genutzt haben, um Positionen einzugehen, ohne die Token zu besitzen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die dezentrale Plattform habe die Trades nicht vor Waren- und Drahtbetrugsgesetzen geschützt.
-
Welche Strafen drohen den Robinhood-Ingenieuren?
Bei einer Verurteilung wegen Waren- und Drahtbetrugs drohen jedem Angeklagten bis zu 10 Jahre Gefängnis.
-
Wie hat Robinhood auf die Anklagen reagiert?
Ein Robinhood-Sprecher erklärte, das Unternehmen dulde Insiderhandel unter keinen Umständen, habe sofort ermittelt, den Fall den Strafverfolgungsbehörden und Aufsichtsbehörden gemeldet und werde weiterhin mit deren Untersuchungen kooperieren.
CoinDesk