Der Tod von Nathan Allman ohne Testament hat bei Ondo Finance einen Erbstreit um eine kontrollierende Beteiligung und einen sehr großen Bestand an ONDO-Token ausgelöst. Seine Eltern wurden als Erben eingesetzt, doch nun beziehen sich mehrere rechtliche Schritte auf den amtierenden CEO Ian De Bode, Familienmitglieder und einen Investor, der die Kontrolle über Kathleen Allmans Anteil am Nachlass anstrebt.
Kathleen Allman, 77, verklagte De Bode, nachdem dieser die Führung von Ondo übernommen hatte. Sie wirft ihm vor, die Unternehmenskontrolle an sich bringen und ein Vergütungspaket von 11 Millionen US-Dollar sichern zu wollen. Das vorgeschlagene Paket umfasste ein Jahresgehalt von 900.000 US-Dollar plus Bonus, einen Unterzeichnungsbonus von 1 Million US-Dollar, 26 Millionen gesperrte Token-Einheiten im Wert von mehr als 9 Millionen US-Dollar sowie Aktienzuteilungen, die De Bodes Anteil von 0,33 % auf 8 % erhöht hätten.
Warum das wichtig ist
Die jüngste Eskalation ist ein Antrag von Allmans Tochter Dr. Lani Clinton und dem Ondo-Investor David Chen auf eine eingeschränkte Betreuung für Kathleen Allmans Anteil am Nachlass. In dem Antrag werden kognitive Beeinträchtigungen, eine Alkoholkonsumstörung und finanzielles Missmanagement angeführt, darunter Ausgaben im Zusammenhang mit einem 18,5 Millionen US-Dollar teuren Haus in Honolulu, einer Yacht für rund 4 Millionen US-Dollar und privaten Reisen. Kathleen Allman weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet den Antrag als haltlos.
Der Nachlass umfasst sowohl die Kontrolle über das Unternehmen als auch ein ONDO-Engagement, darunter bereits freigeschaltete Token und weitere Token, deren Freischaltung in den nächsten drei Jahren vorgesehen ist. Damit ist der Streit für Ondo Finance ebenso eine Governance-Frage wie ein familiärer Erb- und Nachlassstreit.
Auswirkungen auf den Markt
Die rechtlichen Schritte lassen Führung und Eigentümerstruktur von Ondo umstritten. De Bode bleibt laut einer gerichtlichen Anordnung vom 3. September amtierender CEO und Vorstandsmitglied, während Kathleen Allmans Klage darauf abzielt, umstrittene Ernennungen und Vergütungszuteilungen für ungültig zu erklären.
Für ONDO-Inhaber sind die entscheidenden Fragen, wer letztlich die Beteiligung und die Token-Bestände des Nachlasses kontrolliert, ob die vorgeschlagenen Zuteilungen bestehen bleiben und wie sich die konkurrierenden Gerichtsverfahren auf die Governance von Ondo auswirken. Die eingereichten Schriftsätze enthalten Vorwürfe und Zurückweisungen, aber noch keine endgültige Entscheidung.
Häufig gestellte Fragen
-
Warum steht Ondo Finance vor einem Erbstreit?
Gründer Nathan Allman starb mit 32 Jahren ohne Testament. Seine Eltern erbten einen Nachlass, der eine kontrollierende Beteiligung und einen großen ONDO-Bestand umfasst. Mehrere rechtliche Schritte stellen nun die Kontrolle über den Nachlass und das Unternehmen infrage.
-
Welches Vergütungspaket soll Ian De Bode angestrebt haben?
Kathleen Allmans Klage zufolge umfasste das Paket 11 Millionen US-Dollar. Dazu gehörten ein Jahresgehalt von 900.000 US-Dollar plus Bonus, ein Unterzeichnungsbonus von 1 Million US-Dollar, 26 Millionen gesperrte Token-Einheiten und Aktienzuteilungen, die De Bodes Anteil von 0,33 % auf 8 % hätten erhöhen können.
-
Was wird in dem Antrag auf Betreuung behauptet?
Dr. Lani Clinton und der Investor David Chen behaupten, Kathleen Allman leide unter kognitiven Beeinträchtigungen, einer Alkoholkonsumstörung und Schwierigkeiten bei der Verwaltung ihres Vermögens und ihrer geschäftlichen Angelegenheiten. Allman weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet den Antrag als haltlos.
-
Warum stehen ONDO-Token im Mittelpunkt des Streits?
Zum Nachlass gehört ein sehr großer ONDO-Bestand mit bereits freigeschalteten Token und weiteren Token, deren Freischaltung in den nächsten drei Jahren geplant ist. Die Kontrolle über diese Vermögenswerte ist mit dem umfassenderen Streit darüber verbunden, wer den Nachlass verwaltet.
-
Wer führt Ondo Finance derzeit?
Ian De Bode bleibt laut einer gerichtlichen Anordnung vom 3. September amtierender CEO und Mitglied des Ondo-Vorstands. Kathleen Allmans Klage stellt umstrittene Ernennungen und Vergütungszuteilungen infrage.
CoinDesk