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Arbitrum DAO gibt 70 Mio. $ ETH für Kelp-Exploit frei

Die DAO-Abstimmung war fast einstimmig, doch eine Bundesgerichtsanordnung vom 1. Mai im Zusammenhang mit Nordkorea-Urteilen blockiert den Weg zu DeFi United – Aaves 190 Mio. $ an notleidenden Krediten bleiben in einer rechtlichen Grauzone.

Arbitrum DAO stimmte mit 90,96 % – 182,2 Millionen Stimmen – für die Freigabe von 30.765,6 ETH (rund 70 Millionen Dollar) an DeFi United, die Restitutionsinitiative nach dem 292-Millionen-Dollar-Exploit von Kelp DAO. Mit der Freigabe wird Arbitrum zum größten einzelnen Spender der Initiative, zusammen mit früheren Zusagen von 30.000 ETH von Consensys und Joseph Lubin, 30.000 ETH von Mantle und 5.000 ETH von LayerZero.

Die wiedererlangten ETH stammen aus dem Angriff auf Kelp DAO am 18. April, bei dem ein mutmaßlicher Akteur der Lazarus Group eine Single-Verifier-Konfiguration auf einer LayerZero-betriebenen Omnichain Fungible Token Bridge ausnutzte, um 116.500 rsETH abzuschöpfen. Der Arbitrum Security Council fror die Angreifer-Adresse zwei Tage später ein, und der Sicherheitsrat des Protokolls überführte die Mittel in seine eigene Verwahrung. Der Großteil der gestohlenen rsETH wurde anschließend bei Aave als Sicherheit für WETH hinterlegt, sodass am Kreditmarkt rund 190 Millionen Dollar an notleidenden Krediten verblieben.

Warum es wichtig ist

Eine Bundesgerichtsanordnung vom 1. Mai verbietet es Arbitrum DAO, die eingefrorenen ETH bis zu einer Divestiture-Anhörung zu bewegen, nachdem Kläger, die ältere terrorbezogene Urteile gegen Nordkorea halten, beantragt hatten, die Mittel als Restitution für sich zu beanspruchen. Der Krypto-Anwalt Gabriel Shapiro fasste die Lage so zusammen: Arbitrum DAO ist derzeit nicht befugt, irgendetwas mit den KelpDAO-Mitteln zu tun. Aave LLC hat eine Notstandsbeschwerde beim Bundesgericht eingereicht und argumentiert, die Lazarus-Zuschreibung sei unbewiesene Spekulation und der bloße vorübergehende Besitz gestohlener Vermögenswerte begründe noch kein Eigentum.

Marktauswirkungen

Die juristische Blockade weitet den Wirkungskreis über Arbitrum und Kelp DAO hinaus aus: Aaves Loch von rund 190 Millionen Dollar bleibt ungedeckt, und der Weg von einer späteren Divestiture-Anordnung bis zu einer Rückführung auf Aave führt über jahrealte Zivilurteile, die nach Darstellung des Protokolls keinen direkten Anspruch begründen. LayerZero, die Bridge, deren Verifier-Konfiguration ausgenutzt wurde, gerät ebenfalls ins Visier, da Kläger und Kreditgeber nach tieferen Taschen Ausschau halten.

Verwandte Tokens
$ARB $ETH $AAVE

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie viel ETH hat Arbitrum DAO für DeFi United freigegeben?

    30.765,6 ETH, zum Zeitpunkt der Abstimmung rund 70 Millionen Dollar wert. Der Vorschlag wurde mit 90,96 % Stimmenanteil angenommen – 182,2 Millionen Stimmen –, womit Arbitrum zum größten einzelnen Spender von DeFi United wird.

  2. Was geschah beim Kelp-DAO-Exploit am 18. April?

    Ein Angreifer, der mutmaßlich der nordkoreanischen Lazarus Group angehört, nutzte eine Single-Verifier-Konfiguration auf einer LayerZero-betriebenen Omnichain Fungible Token Bridge, um 116.500 rsETH aus Kelp DAO abzuziehen – ein Vorfall mit einem anfänglichen Wert von rund 292 Millionen Dollar.

  3. Warum lasten auf Aave rund 190 Millionen Dollar an notleidenden Krediten aus diesem Vorfall?

    Nach dem Diebstahl der rsETH hinterlegte der Angreifer einen Großteil davon bei Aave als Sicherheit, um WETH zu leihen. Dadurch entstand dem Kreditprotokoll ein uneinbringlicher Fehlbetrag, sobald die Position dem Exploit zugeordnet wurde.

  4. Was schränkt die Gerichtsanordnung vom 1. Mai konkret ein?

    Die Anordnung verbietet Arbitrum DAO, die eingefrorenen ETH bis zu einer Divestiture-Anhörung zu bewegen. Sie wurde von Klägern erwirkt, die ältere terrorbezogene Urteile gegen Nordkorea halten und argumentieren, die wiedererlangten Mittel sollten als Restitution behandelt und nicht an DeFi United weitergeleitet…

  5. Wie wehrt sich Aave gegen die Gerichtsanordnung?

    Aave LLC hat eine Notstandsbeschwerde beim Bundesgericht eingereicht und argumentiert, die Lazarus-Zuschreibung sei unbewiesene Spekulation und der bloße vorübergehende Besitz gestohlener Vermögenswerte begründe kein Eigentum. Die nächste wesentliche Etappe ist die Divestiture-Anhörung.

Quellenangabe
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