Am 18. Sept. unterzeichnete Präsident Trump H.R. 5334 und setzte damit eine 30-Tage-Frist in Gang, die Entscheidungen zu Russland-Zöllen bis zum 18. Okt. erzwingt. Das Gesetz erlaubt Zölle von bis zu 500 % auf Importe von russischem Öl, Erdgas und Erdölprodukten sowie Zölle von bis zu 100 % auf Waren aus jedem der fünf größten Länder, die nach Ablauf der Frist weiterhin russisches Rohöl oder Gas kaufen. Bei den Obergrenzen handelt es sich um gesetzliche Höchstsätze, nicht um vorgeschriebene Zölle. Der Regierung bleibt daher ein großer Ermessensspielraum bei der Härte der Umsetzung.
Warum das wichtig ist
Die Wirkung von Zöllen auf Bitcoin läuft über Energiepreise, Inflationserwartungen und den Dollar. Hohe Zölle auf Länder, die weiterhin zu den wichtigsten Abnehmern russischer Energie gehören, könnten Rohöl und Gas vom Markt umleiten oder entfernen und die globalen Öl- und Gaspreise nach oben treiben. Christopher Waller, Gouverneur der Federal Reserve, warnte, dass wiederholte Energie- und Zollschocks die Inflationserwartungen erhöhen und die Geldpolitik erschweren können, insbesondere wenn Unternehmen höhere Inputkosten auf andere Waren überwälzen. Da die Zentralbank bereits eine restriktive Geldpolitik verfolgt, könnte selbst ein moderater Energieschub den Spielraum für eine Lockerung verkleinern.
Auswirkungen auf den Markt
Die Fed erhöhte ihren Leitzins am 16. Sept. um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4 % und erklärte, die Inflation sei weiterhin erhöht. Die Geldpolitik werde die Rückkehr zum Ziel von 2 % weiter unterstützen. Ein neuer, energiegetriebener Schock würde dieses Umfeld zusätzlich verschärfen. Höhere Inflationserwartungen treiben die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben und stützen den Dollar. Dadurch steigen die Kapitalkosten und Liquidität wird aus Risikoanlagen abgezogen. Untersuchungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleichs brachten eine straffere US-Geldpolitik mit fallenden Kryptopreisen und einer schwächeren Nachfrage nach Stablecoins in Verbindung und bestätigen damit diese Wirkungskette. Die Regierung muss mindestens 10 Tage vor der Einführung von Zöllen gegen Drittstaaten sechs Kongressausschüsse informieren. Daher dürften die betroffenen Länder und die vorgesehenen Sätze deutlich vor dem 18. Okt. bekannt werden. Eine moderate Umsetzung, eine großzügige Nutzung von Ausnahmen oder stabile Energiemärkte würden die Auswirkungen auf die Finanzbedingungen begrenzen. Hohe Zölle auf wichtige Abnehmer in Verbindung mit anhaltendem Druck auf Öl- oder Gaspreise würden sie verstärken.
Häufig gestellte Fragen
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Was löst die Frist bis zum 18. Okt. in H.R. 5334 aus?
Trump unterzeichnete das Gesetz am 18. Sept. und setzte damit eine 30-Tage-Frist in Gang. Bis zum 18. Okt. muss die Regierung von der allgemeinen Zollbefugnis zu konkreten Sätzen und Zielländern übergehen.
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Wie hoch können die Russland-bezogenen Zölle tatsächlich steigen?
Das Gesetz erlaubt bis zu 500 % Zoll auf russisches Öl, Gas und Erdölprodukte sowie bis zu 100 % auf Waren aus jedem der fünf größten Länder, die nach Fristende weiterhin russisches Rohöl oder Gas kaufen. Die Zahlen sind gesetzliche Obergrenzen, keine vorgeschriebenen Sätze.
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Warum ist eine Zollmaßnahme gegen Russland für Bitcoin relevant?
Höhere Energiepreise können die Inflationserwartungen erhöhen und die Fed zu einer restriktiven Geldpolitik zwingen. Straffere US-Finanzbedingungen haben laut Untersuchungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in der Vergangenheit Kryptopreise und die Stablecoin-Nachfrage belastet.
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Wo steht die Fed vor dem 18. Okt.?
Die Fed erhöhte ihren Leitzins am 16. Sept. um 25 Basispunkte auf 3,75 % bis 4 % und bezeichnete die Inflation als erhöht und die Geldpolitik als restriktiv. Ein energiegetriebener Inflationsimpuls würde den Spielraum für eine Lockerung verkleinern.
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Welche Signale sollten Händler vor dem 18. Okt. beobachten?
Am aussagekräftigsten sind die Mitteilungen an den Kongress, die mindestens 10 Tage vor jedem Zoll gegen Drittstaaten erforderlich sind, die Liste der Zielländer, die gewählten Zollsätze im Vergleich zu den gesetzlichen Obergrenzen sowie die Reaktion der Öl- und Gaspreise.