Kryptofirmen und Branchenverbände gaben im ersten Halbjahr 2026 rund 8 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit zugunsten des Digital Asset Market Clarity Act aus. Der Gesetzentwurf kam im Senat jedoch nicht weiter. Insgesamt investierte die Branche in dem sechsmonatigen Zeitraum mehr als 13 Millionen US-Dollar in Lobbyarbeit, wie eine Auswertung der Offenlegungen auf Bundesebene zeigt.
Warum das wichtig ist
Die Ausgaben waren ein gezielter Vorstoß für ein Gesetz, das einen US-Aufsichtsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen könnte. Von den offengelegten 8 Millionen US-Dollar entfielen rund 2,4 Millionen auf externe Lobbyfirmen und 2,1 Millionen auf die internen Lobbyisten von Branchenverbänden. Der Rest ging auf eigene Lobbyaktivitäten von Kryptounternehmen zurück. Aus den Beschreibungen in den Offenlegungen geht nicht immer hervor, welche Gesetze oder Themen mit den Ausgaben abgedeckt wurden.
Coinbase gab rund 2,2 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus, zu der auch Unterstützung für den Gesetzentwurf gehörte. Kraken investierte fast 1 Million US-Dollar. Auch Digital Currency Group, Jump Crypto und Paradigm zählten zu den großen Geldgebern des Gesetzesvorhabens. Laut OpenSecrets gehörte Coinbase in der übergeordneten Kategorie Lobbyarbeit für Wertpapiere und Investitionen zu den zehn größten Geldgebern und lag damit vor Goldman Sachs und Andreessen Horowitz.
Auswirkungen auf den Markt
Der Rückschlag im Senat lässt den Vorstoß der Branche für ein bundesweites Gesetz zur Marktstruktur ohne das von den Lobbyisten erhoffte Ergebnis. Dem Artikel zufolge war der Gesetzentwurf weiter gekommen als frühere Krypto-Gesetzesvorhaben. Überparteiliche Vereinbarungen könnten eine spätere Initiative prägen, doch wann ein neuer Anlauf erfolgt, ist ungewiss.
Die Lobbyarbeit richtet sich zunehmend auch an die SEC und die CFTC, während die Behörden Krypto-Regeln erarbeiten. Die Blockchain Association erklärte, ihre Mitglieder hätten sich mehr als 380-mal mit Mitarbeitern des Kongresses und Vertretern von Bundesbehörden getroffen. Außerdem wolle der Verband seine Arbeit mit den Aufsichtsbehörden ausbauen. Die Offenlegungen zeigen das Ausmaß der Branchenbemühungen, aber keine einheitliche Strategie: Mindestens 42 externe Firmen waren an der Lobbyarbeit beteiligt, und Kritiker der Branche verwiesen auf interne Differenzen bei den politischen Prioritäten.
Häufig gestellte Fragen
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Wie viel gab die Kryptobranche im ersten Halbjahr 2026 insgesamt für Lobbyarbeit aus?
In dem sechsmonatigen Zeitraum investierte die Branche mehr als 13 Millionen US-Dollar in Lobbyarbeit. Rund 8 Millionen US-Dollar entfielen auf den Einsatz für den Clarity Act.
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Wie verteilten sich die 8 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit zum Clarity Act?
Rund 2,4 Millionen US-Dollar gingen an externe Lobbyfirmen und 2,1 Millionen an interne Lobbyisten von Branchenverbänden. Der Rest floss in die eigenen Lobbyaktivitäten von Kryptounternehmen.
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Welche Unternehmen gehörten zu den größten Lobbyisten für den Clarity Act?
Coinbase gab rund 2,2 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus, zu der auch Unterstützung für den Gesetzentwurf gehörte. Kraken investierte fast 1 Million US-Dollar. Auch Digital Currency Group, Jump Crypto und Paradigm zählten zu den großen Geldgebern.
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Wie geht es nach dem Rückschlag im Senat mit den politischen Bemühungen der Branche in den USA weiter?
Dem Artikel zufolge arbeiten Lobbyisten weiter mit SEC und CFTC zusammen, während die Behörden Krypto-Regeln erarbeiten. Wann ein neuer Gesetzesvorstoß folgt, ist ungewiss.
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Was verraten die Offenlegungen zur Lobbyarbeit über das Vorgehen der Branche?
Geld für Krypto-bezogene Lobbyarbeit floss an mindestens 42 externe Firmen. Kritiker der Branche verwiesen zudem auf interne Differenzen bei wichtigen politischen Entscheidungen.