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Clarity Act: Senat hat vier Wochen für Krypto-Gesetz

Eine Anhörung am Freitag zum zusammengeführten Text von Banking- und Agriculture-Ausschuss eröffnet laut Galaxy Digital die letzte realistische Chance für Krypto auf ein umfassendes Marktstrukturgesetz im 119. Kongress.

Der Bankenausschuss des Senats hält am Freitagmorgen eine Anhörung zum Clarity Act ab, angekündigt unter dem Titel „Die Zukunft der Finanzwelt gestalten: Wie der Clarity Act Innovation freisetzt“. Den Gesetzgebern bleiben rund vier Wochen, um das Gesetz vor der Abreise aus Washington in die Augustpause anzusetzen, zu beraten und zu verabschieden. Branchenakteure warten auf einen aktualisierten Gesetzestext, der die Versionen des Bankenausschusses und des Landwirtschaftsausschusses des Senats zusammenführt. Er dürfte das bislang klarste Bild liefern, welche Bestimmungen das Ausschussverfahren überstanden haben und welche weiter umstritten sind. Zentrale Punkte werden laut Personen, die die Gespräche verfolgen, weiter aktiv verhandelt, und eine Einigung zu Ethikfragen steht noch aus. Damit bleibt der Zeitpunkt einer Abstimmung im Senatsplenum unsicher, auch wenn Optimisten auf die Woche ab dem 20. Juli als frühestes realistisches Zeitfenster verweisen.

Warum es wichtig ist

Galaxy Digital-Forschungschef Alex Thorn beschrieb die kommenden vier Wochen als letzte Chance für Clarity, im 119. Kongress verabschiedet zu werden. Senatorin Cynthia Lummis, eine der lautstärksten Unterstützerinnen des Gesetzes, kündigte im Dezember an, 2026 nicht erneut zu kandidieren. Ein politischer Neustart nach der Wahl im November birgt das Risiko, dass die gesamte Gesetzgebungsarbeit in einem neuen Kongress wieder von vorn beginnen muss. Stablecoin-Gesetzgebung ist mit dem Genius Act bereits in Kraft getreten, doch der Abgeordnete French Hill erklärte vor laufender Kamera, der Marktstrukturrahmen sei das verbindende Gewebe: Ohne ihn seien Stablecoin-Regeln „wie ein Mobiltelefon, das nicht mit einem Mobilfunknetz verbunden ist“. Senatorin Elizabeth Warren hält weiter dagegen und warnt, das Gesetz „beseitigt Schutzrechte für Anleger und nimmt Opfern Rechtsmittel“. Diese Art von Widerstand hat den Verhandlungszeitplan immer wieder nach hinten verschoben.

Marktauswirkung

Die pro-krypto eingestellte SEC bereitet parallel ihren eigenen Weg vor. Laut Berichten zur Regulierungsagenda der Behörde für 2026 plant die SEC neue Regeln für Börsen und Broker-Dealer, die klären sollen, wie Krypto-Assets ausgegeben, verwahrt und gehandelt werden. Brancheninterpretationen der Agenda zufolge dürfte das Paket eine vierjährige Safe-Harbor-Regelung sowie einen Weg für Startups enthalten, bis zu 75 Millionen Dollar ohne vollständige Registrierung aufzunehmen. Galaxy-Manager Thorn warnte, falls Clarity scheitere, werde „Innovation weiter ins Ausland gehen und Amerika zurückbleiben“. An dieser Lesart wird der Markt jedes weitere Anzeichen für eine blockierte Plenarabstimmung messen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der Clarity Act und was würde er bewirken?

    Der Clarity Act ist der vorgeschlagene US-Marktstrukturrahmen für digitale Vermögenswerte. Er soll festlegen, wie Krypto-Token ausgegeben, verwahrt und gehandelt werden, und ergänzt die bereits in Kraft getretenen Stablecoin-Regeln des Genius Act als verbindendes Gewebe für eine funktionierende On-Chain-Ökonomie.

  2. Warum sind die nächsten vier Wochen für das Gesetz entscheidend?

    Den Gesetzgebern bleiben rund vier Wochen, um den Clarity Act anzusetzen, zu beraten und zu verabschieden, bevor der Senat Washington in die Augustpause verlässt. Alex Thorn von Galaxy Digital nannte dieses Zeitfenster die letzte realistische Chance für Krypto, im 119. Kongress eine umfassende…

  3. Was passiert mit dem Gesetz, wenn Senatorin Cynthia Lummis ausscheidet?

    Lummis, eine der lautstärksten Unterstützerinnen des Gesetzes, kündigte im Dezember an, 2026 nicht erneut zu kandidieren. Wird Clarity nicht vor der Augustpause verabschiedet, könnte ein Neustart nach der Wahl im November die Gesetzgebungsarbeit in einem neuen Kongress wieder ganz von vorn beginnen lassen.

  4. Was unternimmt die SEC, falls der Clarity Act scheitert?

    Die Regulierungsagenda der SEC für 2026 umfasst neue Regeln für Börsen und Broker-Dealer, die klären sollen, wie Krypto-Assets ausgegeben, verwahrt und gehandelt werden. Brancheninterpretationen der Agenda deuten auf eine vierjährige Safe-Harbor-Regelung und einen Weg für Startups hin, bis zu 75 Millionen Dollar ohne…

  5. Warum lehnen einige Senatoren den Clarity Act ab?

    Senatorin Elizabeth Warren argumentiert, das Gesetz „beseitigt Schutzrechte für Anleger und nimmt Opfern Rechtsmittel“. Unterstützer des Gesetzes halten dagegen, dass das geltende Recht Millionen amerikanischer Halter digitaler Vermögenswerte ganz ohne klaren föderalen Rahmen lässt.

Quellenangabe
Aggregiert von Crypto Capital Venture · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 2h
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