Senator Tim Scott setzt auf eine Abstimmung über den CLARITY Act im Senatsplenum im Juli. Der überparteiliche Marktstrukturentwurf, den das Bankenausschuss des Senats bereits verabschiedet hat, soll klären, welche digitalen Vermögenswerte unter die Zuständigkeit der SEC und welche unter die der CFTC fallen, und bundesweite Offenlegungspflichten für Token-Emittenten und Handelsplätze festlegen.
Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Strafverfolgungsbehörden wie das Justizministerium und das FBI scharfe Einwände gegen eine Bestimmung erhoben haben, die nicht-verwahrende DeFi-Protokolle von den Pflichten zur Geldwäschebekämpfung und zum Bank Secrecy Act ausnehmen würde. Kritiker argumentieren, die Ausnahme schaffe genau dort eine regulatorische Lücke, wo DeFi derzeit sein Volumen entfaltet.
Warum es zählt
CLARITY ist der strukturelle Fix, auf den die Branche seit dem Ende der Skalierbarkeit des Howey-Rahmens für On-Chain-Märkte wartet. Eine klare Zuständigkeitsteilung: Wertpapierrecht für Token-Emittenten, Warenrecht für den Sekundärhandel, würde jahrelange Vollstreckung per Klage ablösen und es US-Handelsplätzen ermöglichen, mit Singapur und Dubai um Token-Listings und Liquidität zu konkurrieren.
An der DeFi-Ausnahme entscheidet sich, ob das Gesetz trägt oder scheitert. Die Strafverfolgungsbehörden haben sich klar positioniert: Protokolle mit täglichen Volumina im Milliardenbereich können nicht außerhalb der KYC- und Sanktionskontrollen stehen, die zentralisierte Börsen bereits anwenden. Demokraten im Bankenausschuss haben signalisiert, dass sie ein finales Paket ohne substanzielle Zugeständnisse in diesem Punkt nicht mittragen werden.
Auswirkungen auf den Markt
Die kommenden zwei Wochen entscheiden, ob die USA 2026 ein kohärentes Regelwerk für digitale Vermögenswerte bekommen oder ein weiteres Jahr einzelfallbasierter Vollstreckung erleben. Stablecoin-Emittenten, Tokenisierungsplattformen und in den USA ansässige DeFi-Protokolle sind am unmittelbarsten betroffen. Ein verabschiedeter CLARITY Act würde die Compliance-Kosten für zentralisierte Akteure senken und DeFi-Entwickler in Richtung On-Chain-Identitätsprimitive drängen.
Häufig gestellte Fragen
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Was würde der CLARITY Act konkret bewirken?
Er zieht eine Zuständigkeitslinie zwischen SEC und CFTC für digitale Vermögenswerte, legt fest, wann Token als Wertpapiere und wann als Rohstoffe gelten, und setzt bundesweite Offenlegungspflichten für Emittenten und Handelsplätze.
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Warum wehren sich DOJ und FBI dagegen?
Sie wenden sich gegen eine Bestimmung, die nicht-verwahrende DeFi-Protokolle vom Bank Secrecy Act und von AML-Pflichten ausnehmen würde, mit dem Argument, Protokolle mit täglichen Volumina im Milliardenbereich könnten nicht außerhalb der KYC- und Sanktionskontrollen stehen, die zentralisierte Börsen bereits anwenden.
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Was passiert, wenn CLARITY verabschiedet wird?
US-Handelsplätze erhalten ein kohärentes Regelwerk, Compliance-Kosten für zentralisierte Akteure sinken, und DeFi-Entwickler werden in Richtung On-Chain-Identitätsprimitive gedrängt. Token-Listings und Liquidität bleiben mit höherer Wahrscheinlichkeit onshore.
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Was passiert, wenn das Gesetz scheitert oder verwässert wird?
Institutionelle Liquidität wandert weiter nach Singapur, Dubai und in andere ausländische Zentren ab. DeFi bleibt in einer regulatorischen Grauzone, die die nächste Regierung erbt, und die Vollstreckung per Klage setzt sich fort.
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Wann ist mit der Abstimmung im Senat zu rechnen?
Senator Tim Scott drückt auf eine Abstimmung im Juli, nachdem das Bankenausschuss des Senats das überparteiliche Paket bereits verabschiedet hat.