FlightAware nahm seine Klage gegen Kalshi in einem am Dienstag eingereichten Schriftsatz freiwillig zurück, nur einen Tag nach Einreichung der Klage. Das Unternehmen hatte der Plattform für Prognosemärkte vorgeworfen, die Daten und Marke von FlightAware zu nutzen, um „Glücksspielmärkte zu Flugausfällen zu betreiben“, und eine einstweilige Verfügung beantragt. Kalshi änderte daraufhin die Marktformulierung von „verified from FlightAware“ zu „verified from Primary Source Agency“, verlinkte auf die Website von FlightAware und stellte zugleich klar, dass weder eine Unterstützung noch eine Verbindung zu FlightAware bestand.
Warum das wichtig ist
Mit der schnellen Rücknahme der Klage ist ein unmittelbarer Rechtsstreit über Kalshis Kontrakte zu Flugausfällen vom Tisch. Die Unternehmensanwältin Ariel Givner sagte auf X, dass eine Klagerücknahme so kurz nach dem Antrag auf eine einstweilige Verfügung gewöhnlich darauf hindeute, dass die Parteien sich außergerichtlich geeinigt hätten. Die überarbeitete Formulierung verschafft dem Streit kurzfristig eine pragmatische neue Ausgangslage.
Diese neue Ausgangslage ist für Anbieter von Ereigniskontrakten relevant, weil Datenrechte, Markenrechte und Hinweise auf eine Billigung mitbestimmen können, wie Märkte US-Nutzern präsentiert werden. Für Kalshi ist das Ergebnis kurzfristig konstruktiv, auch wenn die umfassendere Rechtsfrage rund um Prognosemärkte offen bleibt.
Marktauswirkungen
Kalshi sieht sich wegen seiner Sportkontrakte weiterhin mit Herausforderungen auf Ebene der Bundesstaaten konfrontiert. New York verklagte Kalshi im vergangenen Monat und warf dem Unternehmen illegales Glücksspiel vor; ein Gericht in Washington blockierte Sportkontrakte vorübergehend; und ein Richter in Michigan erließ Anfang dieses Jahres eine einstweilige Verfügung. In Minnesota setzte ein Bundesrichter die Durchsetzung eines neuen Verbots von Prognosemärkten aus, sodass Kalshi und Polymarket den Betrieb während des laufenden Rechtsstreits fortsetzen können.
Der Anwalt Daniel Wallach sagte, vier US-Bundesstaaten hätten den Zugang zu Kalshi per Geofencing eingeschränkt, und prognostizierte, dass diese Zahl bis Anfang 2027 auf etwa 10 steigen werde. Als Nächstes wird sich zeigen, ob Kalshis überarbeitete Formulierung Bestand hat und ob weitere Bundesstaaten den Zugang beschränken.
Häufig gestellte Fragen
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Was warf FlightAware Kalshi vor?
FlightAware warf Kalshi vor, die Daten und Marke des Unternehmens genutzt zu haben, um Glücksspielmärkte zu Flugausfällen zu betreiben, und beantragte anschließend eine einstweilige Verfügung.
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Wie änderte Kalshi die Formulierung für seine Flugmärkte?
Kalshi änderte den Verifizierungstext von „verified from FlightAware“ zu „verified from Primary Source Agency“, verlinkte auf die Website von FlightAware und ergänzte einen Hinweis, der eine Billigung oder Verbindung zu FlightAware ausschloss.
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Beendet die Klagerücknahme Kalshis breitere rechtliche Auseinandersetzungen in den USA?
Nein. New York, Washington und Michigan sind wegen Kalshis Sportkontrakten vorgegangen, während ein Bundesrichter in Minnesota die Durchsetzung eines Verbots von Prognosemärkten auf Ebene eines Bundesstaats blockierte.
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Was könnte die schnelle Rücknahme laut Ariel Givner bedeuten?
Givner sagte auf X, dass die Rücknahme einer Klage so kurz nach dem Antrag auf eine einstweilige Verfügung gewöhnlich bedeute, dass die Parteien sich außergerichtlich geeinigt hätten.
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Wie viele US-Bundesstaaten haben Kalshi Berichten zufolge per Geofencing eingeschränkt?
Daniel Wallach sagte, vier US-Bundesstaaten hätten Kalshi per Geofencing eingeschränkt, und prognostizierte, dass die Zahl bis Anfang 2027 etwa 10 erreichen werde.