Der französische Innenminister Laurent Nuñez erklärte, Frankreich habe in diesem Jahr bislang 77 Fälle von Entführung, Freiheitsberaubung, Erpressung oder versuchten Straftaten im Zusammenhang mit der Krypto-Branche registriert, nach 45 Fällen im gesamten Jahr 2025. Nuñez bezeichnete die Fälle als ernst und sagte, die Bedenken der Branche hinsichtlich physischer Sicherheitsbedrohungen seien berechtigt.
Warum es wichtig ist
Der Anstieg von rund 70 % gegenüber dem Vorjahr macht Frankreich zu einer der am stärksten betroffenen Jurisdiktionen für sogenannte „Wrench Attacks“, bei denen Kriminelle bekannte Krypto-Inhaber ins Visier nehmen, statt Schlüssel oder Börsen zu kompromittieren. Frankreich ist zum Brennpunkt geworden, weil sich dort eine hohe Dichte an Krypto-Gründern, Händlern und vermögenden Inhabern konzentriert; mehrere von ihnen wurden in den vergangenen 18 Monaten tagsüber in Paris und an der Côte d'Azur angegriffen. Zu den bekannten Opfern zählen die Tochter und der Enkel von Paymium-CEO Alexandre Stachtchenko sowie Ledger-Mitgründer David Balland, der für Lösegeld festgehalten wurde und bei einem früheren Versuch in diesem Jahr einen Finger verlor.
Auswirkungen auf den Markt
Nuñez erklärte, die im vergangenen Jahr eingeführten Notfallmaßnahmen zeigten erste Wirkungen. Rund 200 Personen wurden entweder im Nachgang von Vorfällen oder im Rahmen präventiver Operationen festgenommen, und das Innenministerium hat einen neuen, dienststellenübergreifenden Sicherheitsplan für Persönlichkeiten der Krypto-Branche aufgelegt. Die Haltung der Regierung strahlt über Frankreich hinaus aus: andere europäische Hauptstädte und US-Behörden beobachten dasselbe Muster, da sich On-Chain-Vermögen zunehmend in physisches Risiko übersetzt.
Quelle: [Cryptomonnaies: Laurent Nuñez promet de renforcer la sécurité des acteurs du secteur — BFM Crypto](https://www.bfmtv.com/crypto/cryptomonnaies-laurent-nunez-promet-de-renforcer-la-securite-des-acteurs-du-secteur_AD-202606300994.html)
Häufig gestellte Fragen
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Warum verzeichnet Frankreich so viele Krypto-Entführungsfälle?
Frankreich beherbergt eine hohe Dichte an Krypto-Gründern, Händlern und vermögenden Inhabern, von denen in den vergangenen 18 Monaten mehrere in Paris und an der Côte d'Azur angegriffen wurden, was das Land zum Brennpunkt für physische Angriffe auf bekannte Krypto-Personen macht.
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Wie viele Personen wurden in diesen Fällen festgenommen?
Der französische Innenminister Laurent Nuñez erklärte, rund 200 Personen seien entweder nach Vorfällen oder im Rahmen präventiver Operationen im Zusammenhang mit Krypto-Entführungen und -Erpressungen festgenommen worden.
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Wer sind einige der bekannten Opfer in Frankreich?
Zu den genannten Opfern zählen die Tochter und der Enkel von Paymium-CEO Alexandre Stachtchenko sowie Ledger-Mitgründer David Balland, der in diesem Jahr für Lösegeld festgehalten wurde und bei dem Versuch einen Finger verlor.
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Was unternimmt Frankreich gegen krypto-bezogene physische Bedrohungen?
Nuñez erklärte, das Innenministerium habe Notfall-Sicherheitsmaßnahmen und einen neuen, dienststellenübergreifenden Plan für Persönlichkeiten der Krypto-Branche aufgelegt; dieser Ansatz zeige nun erste Wirkungen in Form von Festnahmen und vereitelten Versuchen.
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Sind Schraubenschlüssel-Angriffe auf Krypto-Inhaber auch außerhalb Frankreichs ein Problem?
Ja. Andere europäische Hauptstädte und US-Behörden beobachten denselben Anstieg physischer Angriffe auf bekannte Krypto-Inhaber, da sich On-Chain-Vermögen zunehmend in reales Risiko übersetzt.