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Kentucky verklagt Kalshi, Polymarket und Coinbase – „illegale Wetten“

Drei parallele Klagen, die Coinbase- und Robinhood-Partner benennen, formulieren eine direkte Herausforderung an die bundesstaatliche Präemption der CFTC – und kommen einen Tag, nachdem ein Gericht in Michigan den Weg für Maßnahmen auf Bundesstaatsebene freigemacht hat.

Kentuckys Generalstaatsanwalt Russell Coleman hat am Mittwoch drei separate Klagen gegen Kalshi, Polymarket und VGW eingereicht und wirft den Plattformen vor, in dem Bundesstaat nicht lizenzierte Sportwetten zu betreiben. Die Klage benennt zudem Coinbase, die mit Kalshi Gebühren auf über die Krypto-Börse geleitete Wetten teilt, sowie Robinhood und Webull als Polymarket-Partner.

Die Klage stützt sich auf eine bemerkenswerte Volumenzahl: 89 % von Kalshis 23 Milliarden Dollar Kontraktvolumen entfallen nach Angaben des Büros des Generalstaatsanwalts auf Sportwetten. Coleman formulierte die Klage unverblümt und bezeichnete Kalshi und Polymarket als „illegale Sportwettenanbieter“ sowie warf den Plattformen vor, sich hinter „rechtlichen Fiktionen“ zu verstecken, um den Verbraucherschutz- und Steuervorschriften des Bundesstaates zu entgehen. Die dritte Klage richtet sich gegen VGW, eine Online-Casino-Plattform, wegen damit verbundener Vorwürfe des illegalen Glücksspiels.

Warum es wichtig ist

Die Klage aus Kentucky trifft den seit Langem schwelenden Zuständigkeitsstreit zwischen Bund und Bundesstaaten über Prognosemärkte mitten ins Mark. Die CFTC hat stets darauf bestanden, dass sie gemäß dem Commodity Exchange Act die ausschließliche Zuständigkeit über lizenzierte Event-Contract-Plattformen besitzt, und hat sogar Bundesstaaten verklagt, die versuchten, diese einzuschränken. Kentuckys Klagen vertreten die gegenteilige Position: dass Sport-Event-Kontrakte faktisch Wetten sind und unabhängig von der bundesstaatlichen Präemption das Glücksspielrecht des jeweiligen Bundesstaates durchlaufen müssen. Ein Richter am U.S. District Court in Michigan bestärkte diese Sichtweise am selben Tag, indem er Polymarkts Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die Aufsichtsbehörden des Bundesstaates ablehnte und entschied, dass Sportprognosemärkte nicht als CFTC-regulierte „Swaps“ gelten. Polymarket hat Berufung beim Sixth Circuit eingelegt.

Der politische Druck baut sich indes auch aus einer anderen Richtung auf: US-Glücksspielverbände haben den Senat gedrängt, mit dem Clarity Act Sport-Event-Kontrakte vollständig zu verbieten. In der vergangenen Woche hat die CFTC neue Regeln vorgeschlagen, die sportbezogene Event-Kontrakte ausdrücklich stützen würden, während Kontrakte zu Terrorismus, Attentaten und Krieg eingeschränkt würden – eine bundesstaatliche Haltung, die nun in direktem Spannungsverhältnis zu dem Druck auf Bundesstaatsebene steht, den Kentucky verschärft.

Auswirkungen auf den Markt

Für Kalshi und Polymarket ist das juristische Risiko nicht länger abstrakt.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Warum verklagt Kentucky Kalshi und Polymarket?

    Generalstaatsanwalt Russell Coleman hat drei Klagen eingereicht und wirft den Plattformen vor, im Bundesstaat unlizenzierte Sportwetten zu betreiben. Er verweist darauf, dass 89 % von Kalshis 23 Mrd. $ Kontraktvolumen auf Sportwetten entfallen, und bezeichnet die Plattformen als „illegale Sportwettenanbieter“.

  2. Warum wird Coinbase in der Klage aus Kentucky benannt?

    Die Klage legt dar, dass Coinbase mit Kalshi Gebühren auf Wetten teilt, die über die Krypto-Börse geleitet werden, und zieht damit den US-börsennotierten Anbieter direkt in den Glücksspielstreit hinein – neben Robinhood und Webull, die als Polymarket-Partner benannt wurden.

  3. Was hat das Gericht in Michigan am selben Tag über Polymarket entschieden?

    Ein Richter am U.S. District Court für den Western District of Michigan wies Polymarkts Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die Aufsichtsbehörden des Bundesstaates ab und entschied, dass Sportprognosemärkte nicht als CFTC-regulierte „Swaps“ gelten. Polymarket hat Berufung beim Sixth Circuit eingelegt.

  4. Wo steht die CFTC im Streit zwischen Bund und Bundesstaaten?

    Die CFTC beansprucht die ausschließliche Bundeszuständigkeit über lizenzierte Event-Contract-Plattformen gemäß dem Commodity Exchange Act und hat sogar Bundesstaaten verklagt, die sie einschränken wollten. Letzte Woche schlug sie neue Regeln vor, die Sport-Event-Kontrakte ausdrücklich stützen und gleichzeitig an Krieg…

  5. Könnten andere Bundesstaaten Kentucky folgen?

    Das Urteil aus Michigan schwächt den Schild der Bundespräemption, auf den sich Kalshi und Polymarket verlassen haben. Mehr als ein Dutzend Bundesstaaten haben Sportprognosemärkte bereits als mögliche Verstöße gegen das Glücksspielrecht markiert – Nachahmer-Klagen der Generalstaatsanwälte sind als Nächstes zu…

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