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Mirae Asset übernimmt 97 % an Korbit

Erstmals übernimmt ein großer koreanischer Finanzkonzern die Kontrolle über einen heimischen Krypto-Handelsplatz. Das zeigt, dass der Billionenmarkt der Privatanleger für traditionelle Finanzhäuser zu groß geworden ist, um ihn zu ignorieren.

Mirae Asset übernimmt 97 % an Korbit
Mirae Asset übernimmt 97 % an Korbit
Mirae Asset übernimmt 97 % an Korbit
Mirae Asset übernimmt 97 % an Korbit

Mirae Asset Consulting, eine Tochter der südkoreanischen Mirae Asset Group, hat 97,15 % an Korbit übernommen, der ersten heimischen Kryptowährungsbörse des Landes, und wird damit größter Aktionär von Korbit. Korbit gab den Deal am Donnerstag bekannt und bestätigte, dass die Übernahme über die vorgeschriebenen regulatorischen Meldeverfahren abgeschlossen wurde und die Gesellschaft, die die Börse betreibt, unverändert bleibt.

Die Muttergesellschaft meldete per Mai ein verwaltetes Vermögen von rund 1 Billion US-Dollar, womit Korbit nun zu einem der größten Finanzkonglomerate Asiens gehört. Die übernehmende Tochter, die auch die Hotels und Golfplätze der Gruppe verwaltet, kontrolliert die Börse nun vollständig. Korbit erklärte, Login, Handel, Einzahlungen und Auszahlungen liefen ohne Unterbrechung weiter, und Nutzervermögen bleibe gemäß Südkoreas Act on the Protection of Virtual Asset Users getrennt verwahrt.

Warum das wichtig ist

Es ist das erste Mal, dass ein großer koreanischer Finanzkonzern eine Kontrollbeteiligung an einer inländischen Kryptobörse übernimmt. Südkoreas Krypto-Privatanlegermarkt erreicht beim täglichen Volumen regelmäßig Größenordnungen des heimischen Aktienmarkts, und die koreanischen Aufseher haben in den vergangenen zwei Jahren die Regeln für Lizenzen und Verwahrung unter der Travel Rule und dem Nutzerschutzgesetz verschärft. Ein regulierter Handelsplatz innerhalb eines Billionen-Konzerns verändert die politischen und kapitalbezogenen Rahmenbedingungen für den Sektor: Die Börse hat nun einen Eigentümer mit der Bilanzstärke, um Expansion, Compliance-Upgrades und den Vorstoß ins Ausland zu finanzieren, während die Mutter einen lizenzierten Zugang zu einem Markt erhält, den die traditionelle Finanzwelt weitgehend von der Seitenlinie beobachtet hat.

Marktauswirkungen

Der Deal fällt in dieselbe Woche, in der Japans SBI Group vereinbarte, die in Tokio ansässige Bitbank für 289 Millionen US-Dollar sowie eine Mehrheitsbeteiligung an der in Singapur ansässigen Coinhako zu übernehmen. Das bestätigt ein regionales Muster, bei dem etablierte Anbieter eher kaufen als selbst aufbauen. Der auf koreanische Won lautende Kryptohandel wird von heimischen Handelsplätzen dominiert, und Korbits kleinerer Marktanteil macht die Börse zu einem günstigeren Einstiegspunkt, als um eine Top-4-Lizenz zu konkurrieren.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wer hat Korbit übernommen und wie groß ist der Anteil?

    Mirae Asset Consulting, eine Tochter der südkoreanischen Mirae Asset Group, hat über die vorgeschriebenen regulatorischen Meldeverfahren 97,15 % an Korbit übernommen und wird damit größter Aktionär der Börse.

  2. Ändert die Übernahme etwas für Korbit-Nutzer?

    Korbit erklärte, Login, Handel, Einzahlungen und Auszahlungen liefen ohne Unterbrechung weiter, und Nutzervermögen bleibe gemäß Südkoreas Act on the Protection of Virtual Asset Users getrennt verwahrt. Die Gesellschaft, die die Börse betreibt, bleibt unverändert.

  3. Wie groß ist die Mirae Asset Group?

    Die Mirae Asset Group meldete per Mai ein verwaltetes Vermögen von rund 1 Billion US-Dollar und zählt damit zu den größten Finanzkonglomeraten Asiens.

  4. Warum ist dieser Deal für Südkoreas Kryptomarkt wichtig?

    Es ist das erste Mal, dass ein großer koreanischer Finanzkonzern eine Kontrollbeteiligung an einer inländischen Kryptobörse übernimmt. Damit erhält ein regulierter Billionen-Konzern einen lizenzierten Zugang zu einem Privatanlegermarkt, der beim täglichen Volumen regelmäßig mit dem heimischen Aktienmarkt konkurriert.

  5. Machen andere asiatische Finanzgruppen ähnliche Schritte?

    Ja. Japans SBI Group vereinbarte im selben Zeitraum, die in Tokio ansässige Bitbank für 289 Millionen US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung an der in Singapur ansässigen Coinhako zu übernehmen. Das bestätigt ein regionales Muster, bei dem etablierte Anbieter Krypto-Engagement eher kaufen als selbst aufbauen.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 45m
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