Strategy hat seine Anfechtung der von MSCI vorgeschlagenen Methodik für 'nicht-operative Unternehmen' am 31. August verschärft, indem es sie mit einer Verteidigung verknüpfte, die MSCI 2022 gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC vorgebracht hatte. Das Bitcoin-Treasury-Unternehmen argumentiert, dass der neue Screen MSCI zwingt, zu beurteilen, ob Bitcoin zu einem operativen Geschäft gehört, eine Klassifizierungsentscheidung, die MSCI zuvor gegenüber der SEC als außerhalb des Geltungsbereichs der Indexkonstruktion bezeichnet hatte. In dem Schreiben von MSCI aus dem Jahr 2022 hieß es, Indexanbieter 'äußern keine Meinung oder Ansicht darüber, ob ein Markt, ein Unternehmen, eine Strategie oder eine Investition gut oder schlecht ist', eine Position, die laut Strategy schwerer mit einem Test zu vereinbaren ist, der Unternehmensvermögen als operativ oder nicht-operativ klassifiziert.
Warum es wichtig ist
Die Konzentration macht den Streit strukturell statt verfahrenstechnisch. Laut MSCI-Zahlen, die Strategy zitiert, wären zunächst sechs Unternehmen von der Streichung oder Beobachtung im Rahmen des vorgeschlagenen Screens betroffen, mit einer kombinierten float-bereinigten Marktkapitalisierung von $27,55 Milliarden. Strategy macht davon $23,93 Milliarden aus, also rund 86,9 %, während die anderen fünf zusammen etwa $3,62 Milliarden auf sich vereinen. Eine als breit angelegt präsentierte Methodik würde in ihrer ersten Iteration überwiegend das größte Bitcoin-Treasury-Unternehmen treffen.
MSCI hatte die Konsultation am 3. August eröffnet, um bestehende Ausschlüsse für Investmentfonds und Business Development Companies zu erweitern. Der Vorschlag nutzt einen zentralen Screen und fünf Finanzkennzahlen, um weitere 'nicht-operative Unternehmen' zu kennzeichnen, wobei vier ausgelöste Kennzeichen eine Aktie für die Global Investable Market Indexes disqualifizieren. Strategy argumentiert, dass GAAP und IFRS keine Definitionen für die Kategorien operativer und nicht-operativer Vermögenswerte liefern, die MSCI einführen will, was bedeutet, dass der Indexanbieter einen eigenen Standard dafür schaffen würde, ob Bitcoin-Aktivitäten als operativ gelten.
Auswirkungen auf den Markt
Der jüngste 10-Q von Strategy stärkt das Argument, indem er zwei operative Segmente ausweist, Software und Bitcoin, wobei Bitcoin Treasury-Operationen, Akquisitionen, Kapitalmärkte und Kapitalmanagement abdeckt. MSCI könnte die Vermögensbasis hinter diesem Segment für Indexzwecke weiterhin anders klassifizieren, würde MSCI damit aber zwingen, einem Unternehmen, dessen SEC-Einreichungen Bitcoin-Aktivitäten bereits als operativ behandeln, eine eigene Definition des operativen Geschäfts aufzuzwingen.
Häufig gestellte Fragen
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Was schlägt MSCI vor, das Strategy betrifft?
MSCI hat am 3. August eine Konsultation eröffnet, um einen 'Non-Operating-Company'-Screen einzuführen, der einen Kerntest und fünf Finanzkennzahlen nutzt. Vier ausgelöste Kennzeichen würden eine Aktie für die Global Investable Market Indexes von MSCI disqualifizieren.
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Warum macht Strategy 86,9 % des betroffenen Werts aus?
Laut MSCI-Zahlen, die Strategy zitiert, wären zunächst sechs Unternehmen von einer Streichung oder Beobachtung betroffen, mit einer kombinierten float-bereinigten Marktkapitalisierung von $27,55 Milliarden. Strategy allein hält $23,93 Milliarden, also rund 86,9 %.
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Wie nutzt Strategy das SEC-Schreiben von MSCI aus dem Jahr 2022?
In seinem Kommentarschreiben von 2022 erklärte MSCI, Indexanbieter 'äußern keine Meinung oder Ansicht darüber, ob ein Markt, ein Unternehmen, eine Strategie oder eine Investition gut oder schlecht ist.' Strategy argumentiert, dass der vorgeschlagene Screen genau diese Art von Urteil über Bitcoin erzwingt.
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Wann plant MSCI eine Entscheidung zum Vorschlag?
MSCI nimmt Feedback bis zum 30. September entgegen und erwartet, seine Entscheidung am oder vor dem 16. Oktober bekannt zu geben. Die Umsetzung ist für die Index-Überprüfung im November 2026 vorgesehen.
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Welches regulatorische Risiko wird durch den Streit wieder aufgeworfen?
Strategy verknüpft die Methodik mit der SEC-Anfrage von 2022, ob Indexanbieter unter den Investment Advisers Act fallen, und verweist auf MSIs eigene Offenlegung, dass adviserähnliche Pflichten Kosten und Komplexität erhöhen könnten.