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NEAR Intents erfasst Transfers von über 50 Millionen Dollar

Der Fall zieht eine praktische Grenze für den Begriff „permissionless“: NEAR Intents kann Swaps prüfen, doch die Regeln zur Freigabe eingefrorener Gelder und zum Korrigieren falscher Treffer sind weiterhin unklar.

NEAR Intents erfasst Transfers von über 50 Millionen Dollar
NEAR Intents erfasst Transfers von über 50 Millionen Dollar
NEAR Intents erfasst Transfers von über 50 Millionen Dollar
NEAR Intents erfasst Transfers von über 50 Millionen Dollar

NEAR Intents blockierte bei Swap-Versuchen rund 503.000 Dollar, die mit dem 388-Millionen-Dollar-Hack bei Bitget in Verbindung stehen. Rund 166.000 Dollar liefen über den Dienst. Insgesamt wurden versuchte Transfers von mehr als 50 Millionen Dollar erfasst. Diese Summe ist jedoch kein wiedererlangtes Geld: Die meisten abgewiesenen Gelder wurden später über andere Anbieter bewegt.

Warum das wichtig ist

Das SHIELD-System von NEAR Intents gleicht Swap-Anfragen mit Meldungen zu Hacks und weiteren Erkenntnissen ab und kann verdächtige Transaktionen verzögern. Der Eingriff hat die Debatte darüber neu entfacht, ob ein Dienst, der Gelder zurückhalten kann, wirklich permissionless ist. NEAR-Mitgründer Illia Polosukhin argumentiert, dass permissionless Zugriff auf eigene Vermögenswerte und deren Übertragung auf der NEAR-Blockchain nicht bedeute, dass jede Anwendung oder jeder Liquiditätsanbieter jede Transaktion abwickeln muss. Kritiker halten dagegen, dass selektive Einschränkungen das Neutralitätsprinzip infrage stellen.

Der Gegensatz zu THORChain, das sich geweigert hat, die Adressen des Angreifers zu blockieren, macht eine grundsätzliche Designentscheidung deutlich: Sollen Swap-Dienste eingreifen, wenn mutmaßlich gestohlene Gelder über sie laufen? NEAR Intents zufolge bleiben die zurückgehaltenen Gelder bis zum Abschluss rechtlicher Verfahren und der Rückgewinnungsbemühungen gesperrt. Wer eine Freigabe genehmigen kann und wie zu Unrecht markierte Nutzer Einspruch einlegen können, hat der Dienst jedoch nicht erläutert.

Auswirkungen auf den Markt

NEAR Intents erklärte, doppelte Versuche aus der Berechnung entfernt zu haben, und schätzte, dass die Zahlen um etwa 10 Prozent von den tatsächlichen Beträgen abweichen könnten. Außerdem seien die abgefangenen Gelder nur ein vernachlässigbarer Anteil des üblichen Cross-Chain-Handelsvolumens. Dieses liege nach Angaben des Dienstes bei mehr als 100 Millionen Dollar pro Tag.

Der Fall betrifft den Swap-Dienst und nicht eine pauschale Kontrolle über NEAR-Wallets: Die Prüfungen greifen, wenn Nutzer Swaps durchführen. Bitget zufolge wurde die Schwachstelle behoben. Das Unternehmen veröffentlichte die Adressen des Angreifers und setzte Prämien für berechtigte Rückgewinnungsbemühungen aus. Auch Circle und Tether haben rund 320.000 Dollar in verbundenen USDC und USDT eingefroren. Der noch ungeklärte Freigabe- und Einspruchsprozess wird zeigen, wie diese Schutzmaßnahmen in der Praxis funktionieren.

Verwandte Tokens
$NEAR $BTC $ETH $USDC $USDT

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie viel Geld im Zusammenhang mit dem Bitget-Hack hat NEAR Intents gestoppt?

    NEAR Intents zufolge wurden bei Swaps rund 503.000 Dollar blockiert. Rund 166.000 Dollar liefen über den Dienst.

  2. Bedeutet die Summe von 50 Millionen Dollar, dass NEAR Intents diesen Betrag zurückgewonnen hat?

    Nein. Sie bezieht sich auf versuchte Transfers, die der Dienst erfasst hat. Die meisten abgewiesenen Gelder wurden anschließend über andere Anbieter bewegt.

  3. Wie prüft NEAR Intents verdächtige Swaps?

    Das SHIELD-System gleicht Swap-Anfragen mit Hack-Meldungen und Erkenntnissen verschiedener Anbieter und Branchenakteure ab. Verdächtige Transaktionen kann es verzögern.

  4. Warum wirft der Eingriff Fragen zum permissionless Zugang auf?

    Kritiker sagen, dass die Möglichkeit, Transaktionen einzuschränken, die Neutralität infrage stellt. NEAR-Mitgründer Illia Polosukhin zufolge verpflichtet permissionless Eigentum und Übertragung auf NEAR nicht jede Anwendung dazu, jede Transaktion abzuwickeln.

  5. Wie können Nutzer die Freigabe zurückgehaltener Gelder beantragen oder eine falsche Markierung anfechten?

    NEAR Intents zufolge bleiben die Gelder bis zum Abschluss rechtlicher Verfahren und der Rückgewinnungsbemühungen gesperrt. Wer ihre Freigabe genehmigen kann und wie zu Unrecht markierte Nutzer Einspruch einlegen können, hat der Dienst nicht erläutert.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 23d
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