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Kalshi und Polymarket: Ninth Circuit verweist Klagen an Staatsgerichte

Das Gremium des Ninth Circuit wies das Argument der Bundesgerichtsbarkeit zurück, das den Kern der Verteidigung beider Plattformen bildete — lässt Glücksspielverfahren vor staatlichen Gerichten voranschreiten und zieht die juristische Schlinge um Prediction-Märkte enger.

Die Prediction-Market-Plattformen Kalshi und Polymarket sind mit ihren Versuchen gescheitert, glücksspielbezogene Klagen aus Nevada und Washington abzuwehren, nachdem ein Gremium des Ninth Circuit am Donnerstag ihre Anträge ablehnte, die Streitigkeiten vor ein Bundesgericht zu verlegen. Die Richter entschieden, dass die Unternehmen nicht nachweisen konnten, dass die Fälle unter die Bundesgerichtsbarkeit fallen, und verwiesen beide Verfahren an staatliche Gerichte zurück, wo sie sich nun mit Vorwürfen wegen unlizenzierten Glücksspiels konfrontiert sehen.

Die Begründung des Gremiums traf den juristischen Kern, auf den sich beide Plattformen stützen: dass der Commodity Exchange Act staatliches Glücksspielrecht verdrängt, weil Ereignisverträge auf Prediction-Märkten der Aufsicht der CFTC unterliegen. Das Gericht hielt dem entgegen und schrieb: „the CEA preemption defense is an affirmative defense, which cannot by itself give rise to federal question jurisdiction." Es wies auch Polymarkets separates Argument zurück, die Einhaltung der CFTC-Vorschriften komme einem Handeln „under a federal officer" gleich.

Warum es wichtig ist

Kalshi und Polymarket haben ihr US-Wachstum auf die Position gestützt, dass Ereignisverträge bundesweit regulierte Derivate und keine staatlich regulierten Wetten sind — und damit außerhalb der Reichweite staatlicher Glücksspielaufsichtsbehörden liegen. Die Anordnung vom Donnerstag schwächt diese Argumentation in zwei der aktivsten Vollzugsgebiete. Nevadas Verfahren zielen auf das Fehlen von Glücksspiellizenzen der Plattformen ab; Washingtons Klage konzentriert sich darauf, ob Kalshis Produkte illegales Glücksspiel darstellen.

Die Entscheidung vertieft das Zerwürfnis zwischen Bundesstaaten und Bund, das den Prediction-Market-Sektor nun prägt. Anfang des Jahres stellte sich ein Berufungsgericht in New Jersey auf die Seite von Kalshi und bestätigte eine einstweilige Verfügung, die den Versuch des Staates blockierte, Sport-Ereignisverträge zu unterbinden. Gerichte in Ohio, Maryland und Nevada entschieden jedoch in die andere Richtung — im April verlängerte ein Richter in Nevada das Verbot für Kalshi und bezeichnete dessen Sportverträge als „indistinguishable" von lizenzierten Sportwetten.

Auswirkungen auf den Markt

Die CFTC und das DOJ haben mit eigenen Klagen gegen Minnesota, Illinois, Arizona und Connecticut zurückgeschlagen und werfen diesen Bundesstaaten vor, unrechtmäßig in bundesweit regulierte Derivate einzugreifen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat das Berufungsgericht des Ninth Circuit in den Verfahren gegen Kalshi und Polymarket tatsächlich entschieden?

    Ein Gremium wies die Anträge der Unternehmen zurück, Urteile der Vorinstanz zu blockieren und die Streitigkeiten vor ein Bundesgericht zu verlegen, da sie nicht hätten zeigen können, dass die Fälle dorthin gehörten. Die Verfahren wurden an die staatlichen Gerichte in Nevada und Washington zurückverwiesen.

  2. Warum ist das Argument der Bundesgerichtsbarkeit für Prediction-Märkte so wichtig?

    Sowohl Kalshi als auch Polymarket haben argumentiert, dass Ereignisverträge bundesweit regulierte Derivate unter CFTC-Aufsicht sind und damit außerhalb der Reichweite staatlichen Glücksspielrechts liegen. Wenn sie dieses Argument verlieren, können staatliche Aufsichtsbehörden ihre eigenen Glücksspielregeln anwenden.

  3. Was sagte das Gericht über die Preemption-Verteidigung nach dem Commodity Exchange Act?

    Das Gremium schrieb: „the CEA preemption defense is an affirmative defense, which cannot by itself give rise to federal question jurisdiction" — die Berufung auf die bundesrechtliche Verteidigung verschiebt einen Fall also nicht automatisch aus dem staatlichen Gericht.

  4. Wie haben andere Bundesstaaten über Prediction-Market-Verträge entschieden?

    Die Gerichte sind gespalten. Ein Berufungsgericht in New Jersey stellte sich auf Kalshis Seite und bestätigte eine einstweilige Verfügung, die den Versuch des Staates blockierte, Sport-Ereignisverträge zu unterbinden, während Gerichte in Ohio, Maryland und Nevada den staatlichen Glücksspielaufsichtsbehörden recht…

  5. Was unternimmt die CFTC als Reaktion auf staatliche Maßnahmen gegen Prediction-Märkte?

    Die CFTC und das DOJ haben Minnesota, Illinois, Arizona und Connecticut verklagt und argumentieren, dass diese Bundesstaaten unrechtmäßig in bundesweit regulierte Derivatemärkte eingreifen. Die bundesweite Gegenoffensive läuft nun parallel zu einer Reihe von Siegen der Bundesstaaten gegen die Plattformen.

Quellenangabe
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