Don Wilson, Gründer und CEO des Market Makers DRW, widerspricht der Art, wie US-Regulierer und der breitere Markt Perpetual Futures verstehen. In einer Reihe von Beiträgen auf X argumentierte Wilson, dass Perpetual-Kontrakte schlicht Futures ohne Ablaufdatum seien und dass Merkmale, die oft mit Krypto-Perps verbunden werden, darunter hoher Hebel, Auto-Deleveraging und Handel rund um die Uhr, Umsetzungsentscheidungen einzelner Kryptobörsen widerspiegeln, statt definierende Eigenschaften des Produkts zu sein.
"Das meiste von dem, was die Leute über 'perps' zu wissen glauben, hat nichts mit dem Kontrakt selbst zu tun", schrieb Wilson. Er fügte hinzu, er sei "not a fan of ADL" und sehe "keinen Grund, warum es für perps verwendet werden muss." Seine Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das US-Interesse an regulierten Perpetuals zunimmt: Kalshi, wo der Perps-Handel kurz nach dem Start stark anzog, hat einen Antrag eingereicht, das Produkt auf Edelmetalle auszuweiten, während andere Handelsplätze Wertpapiere und Rohstoffe prüfen.
Warum das wichtig ist
Wilsons Einordnung ist eine direkte Herausforderung an die Debatte über rechtliche Etiketten, die regulierte Perpetuals in den USA ausgebremst hat. Die CFTC und andere Regulierer haben Perpetuals historisch als Swaps behandelt, was sie einem separaten Aufsichtsregime unterstellt und Listings erschwert. Wilsons Argument lautet, dass die wirtschaftliche Substanz maßgeblich sein sollte: Ein Kontrakt, der dieselben durch Funding getriebenen Renditen wie eine Futures-Position auszahlt, ist funktional ein Futures-Kontrakt, unabhängig von seinem Namen. Diese Unterscheidung wird prägen, ob regulierte US-Handelsplätze Perps listen können, zu welchen Sicherheitenbedingungen und unter welchem Clearing-Rahmen.
Das Argument fällt zudem in einen schnell wachsenden Markt für Krypto-Perps. Dezentrale Börsen wie Hyperliquid laufen durchgehend, akzeptieren digitale Sicherheiten und berechnen Margins in Echtzeit neu, eine Architektur, die engere Sicherheitenpuffer und alternative Liquidationsmechanismen wie ADL ermöglicht. Wilson räumt ein, dass diese Merkmale existieren, sagt aber, sie gehörten zum Venue-Stack, nicht zum Kontrakt.
Marktauswirkung
Die klarste kurzfristige Lesart betrifft die US-Marktstruktur.
Häufig gestellte Fragen
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Wer ist Don Wilson und warum ist seine Meinung zu Perps wichtig?
Don Wilson ist Gründer und CEO von DRW, einem der größten und etabliertesten Proprietary-Trading-Unternehmen und Market Maker aus Chicago. Seine öffentliche Einordnung von Perps hat Gewicht, weil DRW in traditionellen und Krypto-Märkten handelt und direkt von US-Debatten zur Marktstruktur betroffen ist.
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Was ist Wilsons Kernargument zu Perpetual Futures?
Wilson argumentiert, dass Perps schlicht Futures-Kontrakte ohne Ablaufdatum sind und dass Merkmale wie hoher Hebel, Auto-Deleveraging und 24/7-Handel Umsetzungsentscheidungen bestimmter Kryptobörsen sind, nicht definierende Eigenschaften des Kontrakts selbst.
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Was ist Auto-Deleveraging und warum lehnt Wilson es ab?
Auto-Deleveraging ist ein Liquidationsmechanismus, den einige Krypto-Perp-Handelsplätze nutzen und der Gewinnpositionen automatisch schließt, wenn verlierende Trader ihre Verluste nicht decken können. Wilson sagte, er sei kein Fan von ADL und sehe keinen Grund, warum es für Perps genutzt werden müsse.
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Wie passt Kalshi in die Geschichte regulierter Perps?
Kalshi, ein von der CFTC regulierter Prognosemarkt, verzeichnete kurz nach dem Start starkes Wachstum im Handel mit Perpetual Futures und hat bei Regulierern einen Vorschlag eingereicht, das Angebot auf Edelmetalle auszuweiten. Damit ist es einer der ersten regulierten US-Handelsplätze, die über Krypto-Perps…
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Was würde sich ändern, wenn Regulierer Wilsons Sicht Substanz vor Etikett akzeptieren?
Wenn die CFTC und andere Regulierer Perpetuals nach wirtschaftlicher Substanz als Futures behandeln, statt sie wegen fehlender Fälligkeit als Swaps einzuordnen, hätten regulierte US-Handelsplätze einen klareren Weg, Perps auf Rohstoffe, Aktien und Krypto zu listen, wohl unter bestehenden Futures-Rahmenwerken.
CoinDesk