Bei einer öffentlichen Sitzung am Freitag wird die SEC prüfen, ob sie Regelvorschläge für bestimmte Investmentverträge mit Krypto-Assets veröffentlichen soll. Jaret Seiberg von TD Cowen bezeichnete die mögliche Regelsetzung als „wegweisend“ und sagte, sie könne mit einem Safe Harbor für Token-Verkäufe während der frühen Netzwerkentwicklung beginnen. Die SEC hat keine Details offengelegt, und eine Abstimmung über die Veröffentlichung des Vorschlags würde ein Regelsetzungsverfahren einleiten, aber keine endgültigen Regeln schaffen. Der Schritt folgt einer 68-seitigen SEC-CFTC-Auslegung dazu, wie Wertpapiergesetze auf Krypto-Assets anzuwenden sind, und erfolgt, nachdem der Senat den Clarity Act vor der Augustpause nicht weiter vorangebracht hat.
Warum das wichtig ist
Der diskutierte Rahmen könnte einem Sponsor ermöglichen, über einen Investmentvertrag Kapital aufzunehmen, ein Netzwerk aufzubauen und letztlich nicht mehr der SEC-Aufsicht zu unterliegen, sobald das Netzwerk nicht mehr von den Managementleistungen des Sponsors abhängt. Das würde Projekten eine Alternative dazu geben, zwischen einem aufwendigen Wertpapierrechtsregime und dem Risiko von Rechtsstreitigkeiten wählen zu müssen. Der erste Schritt könnte ein Safe Harbor für frühe Token-Verkäufe sein, ergänzt um einen Test dafür, wann ein Token als Commodity gilt und damit außerhalb der SEC-Regeln liegt.
Marktauswirkungen
Das unmittelbare Signal ist ein möglicher Wechsel von Unsicherheit über die regulatorische Durchsetzung zu einem klar definierten Regime für Token-Angebote. Projekte, die die Ausnahme nutzen, könnten verpflichtet sein, Whitepaper mit Angaben zu Token-Ökonomie, Entwicklungsplänen, Governance, Entwicklervergütung, Risiken und Verwahrung einzureichen. Der Umfang des Vorschlags, der Commodity-Test und die Bedingungen für das Ende der SEC-Aufsicht werden bestimmen, wie stark der Rahmen das Risiko von Rechtsstreitigkeiten reduziert. Der Freitag könnte einen großen Schritt auf dem Weg zu mehr Klarheit markieren, aber noch nicht den endgültigen Regulierungsrahmen festlegen.
Häufig gestellte Fragen
-
Was würde die Abstimmung der SEC am Freitag genehmigen?
Die Kommissionsmitglieder würden die Veröffentlichung von Regelvorschlägen für bestimmte Investmentverträge mit Krypto-Assets genehmigen. Damit würde ein Regelsetzungsverfahren beginnen, aber noch keine endgültigen Regeln entstehen.
-
Wie könnte der geplante Safe Harbor Token-Sponsoren helfen?
Er könnte es Sponsoren ermöglichen, während der frühen Netzwerkentwicklung im Rahmen eines Investmentvertrags Token zu verkaufen, ohne dass diese als Wertpapiere eingestuft werden.
-
Wann endet die SEC-Aufsicht über ein Krypto-Netzwerk?
Der Entwurf könnte einem Projekt erlauben, nicht mehr der SEC-Aufsicht zu unterliegen, sobald sein Netzwerk nicht mehr von den Managementleistungen des Sponsors abhängt. Zudem könnte er einen Test festlegen, wann ein Token als Commodity gilt und damit nicht unter die SEC-Regeln fällt.
-
Welche Angaben müssten Projekte bei Nutzung der Ausnahme offenlegen?
Projekte könnten verpflichtet werden, Whitepaper mit Angaben zu Token-Ökonomie, Entwicklungsplänen, Governance, Entwicklervergütung, Risiken und Verwahrung einzureichen.
-
Warum ist der ins Stocken geratene Clarity Act hier relevant?
Der Senat brachte den Clarity Act zur Marktstruktur im Kryptomarkt vor der Augustpause nicht voran. Der SEC-Vorschlag könnte die Debatte in Richtung eines klar definierten Regimes für Token-Angebote verschieben.