Der On-Chain-Ermittler ZachXBT hat JuCoin öffentlich angeprangert, nachdem mehrere Nutzer über Auszahlungsprobleme berichteten, die in der vergangenen Woche anhielten, was neue Bedenken hinsichtlich der Solvenz und der Transparenz der Reserven der Börse aufwirft.
Warum es wichtig ist
ZachXBTs zentrale Behauptung ist, dass die gemeldeten $511 Millionen an Reserven von JuCoin größtenteils illusorisch sind — die meisten dieser Summe, so argumentiert er, bestehen aus USDC und USDT, die auf JuCoins eigener JuChain-Netzwerk ausgegeben wurden, ohne klare Drittanbieter-Unterstützung oder überprüfbaren Nachweis der Reserven. Selbst ausgegebene Stablecoins, die als Reserven gezählt werden, sind ein Warnsignal, das die Branche bereits gesehen hat, am katastrophalsten mit FTXs Abhängigkeit von selbstgeprägtem FTT als Sicherheiten. Der Ermittler hob auch eine besorgniserregende Sicherheitsbilanz hervor: JuDAO erlitt 2025 einen Vorfall in Höhe von 20 Millionen Dollar, gefolgt von einem Exploit in Höhe von 225.000 Dollar im April 2026. JuCoin seinerseits führte die Verzögerungen bei den Auszahlungen auf laufende Plattform-Upgrades und interne Umstrukturierungen zurück — eine Antwort, die wenig dazu beigetragen hat, die Ängste der Nutzer zu beruhigen.
Marktauswirkungen
ZachXBTs öffentliche Warnungen gingen in der Vergangenheit oft bedeutenden Nutzerabwanderungen und Liquiditätsengpässen bei kleineren Börsen voraus. Die Kombination aus Auszahlungsbeschränkungen, nicht verifizierbaren Reserven und wiederholten Sicherheitsvorfällen bringt JuCoin fest in die Hochrisikokategorie für alle Nutzer, die Gelder auf der Plattform halten. Nutzer und Geschäftspartner sollten dies als eine aktive Auszahlungsrisikosituation betrachten, bis JuCoin unabhängig geprüften Nachweis der Reserven liefert.