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Anti-Trafficking-Gruppe greift Section 604 des Clarity Act an, weil…

Der Streit dreht sich nicht darum, ob Section 604 ein neuer Schutzschild ist, sondern ob die heutige Klarstellung morgen zur Verteidigung auf vernünftige Zweifel in Strafverfahren wegen Menschenhandel wird.

Anti-Trafficking-Gruppe greift Section 604 des Clarity Act an, weil…
Anti-Trafficking-Gruppe greift Section 604 des Clarity Act an, weil…
Anti-Trafficking-Gruppe greift Section 604 des Clarity Act an, weil…
Anti-Trafficking-Gruppe greift Section 604 des Clarity Act an, weil…

Die Alliance to End Human Trafficking drängt die Senatsführer John Thune und Chuck Schumer, Section 604 des Clarity Act erneut zu prüfen. Sie argumentiert, die Bestimmung könne es erschweren, Entwickler von Krypto-Plattformen zur Rechenschaft zu ziehen, wenn deren Software zur Erleichterung von Menschenhandel genutzt wird. Die Geschäftsführerin Katie Boller Gosewisch sagte gegenüber CoinDesks „The Policy Protocol“, die Hauptsorge ihrer Gruppe sei eine Formulierung, die festlegt, dass Entwickler, die keine Nutzergelder verwalten, keine Geldtransmitter sind. Diese Einordnung könne es Drittentwicklern ermöglichen, sich hinter fehlender Haftung zu „verstecken“, wenn handelsbezogene Zahlungen über ihre Tools laufen.

Rebecca Rettig, eine politische Gegengewichtlerin im selben Panel, hielt entschieden dagegen. Sie argumentierte, Section 604 spiegele die langjährige US-Antigeldwäsche-Politik wider und schaffe keinen neuen gesetzlichen Schutzschild. Die Bestimmung kodifiziere lediglich, dass Entwickler ohne Kontrolle über Kundengelder gemäß dem Bank Secrecy Act und der FinCEN-Leitlinien keine Geldtransmitter seien. Rettig verwies zudem auf 18 U.S.C. § 1956 sowie weitere Strafgesetze als die eigentlichen Zähne, die Staatsanwälte gegen jeden Entwickler behalten, der wissentlich kriminelle Handlungen erleichtert.

Warum es zählt

Der Streit dreht sich nicht darum, ob Section 604 ein neuer Schutzschild ist, sondern ob die heutige Klarstellung morgen zur Verteidigung auf vernünftige Zweifel wird. Boller Gosewisch räumte ein, keine Anwältin zu sein, sagte aber, versierte Beklagte könnten sich auf den Gesetzeswortlaut stützen, um die Vorsatzfrage in Menschenhandelsverfahren zu verwässern. Sie zog einen Vergleich zu zivilrechtlichen Klagen gegen Hotels, die nicht gegen Ausbeutung auf dem eigenen Gelände einschreiten. Die Alliance und Catholic Charities haben kürzlich ein gemeinsames Schreiben an die Senatsführung geschickt und diese Bedenken im Zuge der parlamentarischen Beratung des Gesetzentwurfs markiert.

Auswirkungen auf den Markt

Der substanzielle Streit dreht sich darum, wer innerhalb des Geldtransmitter-Perimeters sitzt, nicht um die zentralen Krypto-Grundlagen. Rettig wies darauf hin, die Transparenz der Blockchain sei zu einem bedeutsamen Ermittlungswerkzeug geworden, weil sich Transaktionen auf öffentlichen Ledgers nachverfolgen lassen. Das sichere den Vollstreckungszugriff auch dann, wenn Section 604 die Entwicklerdefinition einschränkt.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist Section 604 des Clarity Act und warum ist sie umstritten?

    Section 604 des Clarity Act legt fest, dass Krypto-Entwickler, die keine Nutzergelder verwalten, keine Geldtransmitter sind. Anti-Trafficking-Verfechter sagen, diese Formulierung könnte es Drittentwicklern ermöglichen, sich der Verantwortung zu entziehen, wenn ihre Tools für kriminelle Zahlungen genutzt werden.

  2. Wer ist Katie Boller Gosewisch und was will ihre Gruppe?

    Katie Boller Gosewisch ist Geschäftsführerin der Alliance to End Human Trafficking. Ihre Gruppe hat gemeinsam mit Catholic Charities die Senatsführer John Thune und Chuck Schumer gebeten, Section 604 erneut zu prüfen und die Entwicklerhaftungssprache zu verschärfen.

  3. Wie hat Rebecca Rettig Section 604 verteidigt?

    Rebecca Rettig argumentierte, Section 604 spiegele die langjährige US-AML-Politik wider und schaffe keinen neuen Schutzschild. Sie sei lediglich eine Klarstellung, dass nicht-verwahrende Entwickler gemäß dem Bank Secrecy Act und den FinCEN-Leitlinien keine Geldtransmitter seien. Zudem verwies sie auf 18 U.S.C. § 1956…

  4. Könnte Section 604 Kriminellen vor Gericht tatsächlich helfen?

    Boller Gosewisch warnte, versierte Beklagte könnten den Gesetzeswortlaut nutzen, um in Menschenhandelsverfahren vernünftige Zweifel zu erzeugen, selbst wenn das nicht die Absicht des Kongresses ist. Rettig hielt entgegen, dass andere Strafgesetze weiterhin Entwickler treffen, die wissentlich kriminelle Handlungen…

  5. Wie geht es mit der Entwicklerhaftung im Clarity Act weiter?

    Die Abgeordneten debattieren weiterhin über Section 604, während der Clarity Act den Kongress durchläuft. Gleichzeitig prüfen Gerichte Fälle zu Entwicklern dezentraler Protokolle. Beide Seiten im Panel waren sich einig, dass unabhängig vom Gesetzeswortlaut eine stärkere Strafverfolgung von Menschenhandel nötig ist.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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