Eine Bundesjury in Las Vegas sprach Brent C. Kovar in 15 Anklagepunkten im Zusammenhang mit einem $24-Millionen-Kryptobetrug schuldig, durch den laut Staatsanwälten mindestens 400 Investoren über seine Firma Profit Connect, die von Ende 2017 bis Juli 2021 aktiv war, geschädigt wurden. Kovar wurde in elf Anklagepunkten wegen Telekommunikationsbetrugs, in zwei Punkten wegen Postbetrugs und in zwei Punkten wegen Geldwäsche für schuldig befunden, teilte die US-Staatsanwaltschaft für den Distrikt Nevada am Montag mit. Ihm droht eine gesetzliche Höchststrafe von 280 Jahren Gefängnis, die Verkündung des Strafmaßes ist für den 30. November angesetzt.
Warum es zählt
Kovar vermarktete Profit Connect als hochrentierliches Krypto-Mining-Unternehmen und erklärte Investoren, die Firma betreibe KI-Software auf einem Supercomputer, um Token zu schürfen und Transaktionen zu verifizieren. Er versprach feste Jahresrenditen von 15% bis 30%, eine 100%ige Geld-zurück-Garantie und behauptete fälschlich, die Investitionen seien durch die Federal Deposit Insurance Corporation versichert. Nichts davon war real. Das Unternehmen war nie profitabel, hielt keine Reserven vor und konnte die versprochenen Renditen oder die Geld-zurück-Garantie nicht einlösen.
Der Fall ist ein Paradebeispiel für Retail-Betrug: Versprechen fester Renditen, der Name einer Aufsichtsbehörde als Marketing-Tarnung und eine fiktive Technologiegeschichte als vermeintlicher Antrieb. Der leitende FBI-Spezialagent in Las Vegas, Christopher S. Delzotto, brachte es direkt auf den Punkt: „Die Opfer in diesem Fall glaubten, sie beteiligten sich an einem revolutionären technologischen Fortschritt, doch es war nichts als eine Täuschung, gewebt aus den Lügen und Tricks von Herrn Kovar."
Auswirkungen auf den Markt
Für den legitimen Kryptosektor ist das Urteil ein regulatorischer Rückenwind, kein marktbewegendes Ereignis. Bundesverurteilungen wegen Telekommunikationsbetrugs und Geldwäsche sind die Vorlage, die Staatsanwälte weiterhin auf KI-gestützte Mining-Schemata anwenden werden, und das Detail mit der FDIC-Tarnung wird die Aufmerksamkeit von Bankenaufsichtsbehörden auf sich ziehen, die Identitätsmissbrauch verfolgen. Für Retail-Investoren bleibt die Erkenntnis unverändert, ist aber wert, wiederholt zu werden: Versprechen fester Renditen und Behauptungen über eine staatliche Versicherung sind die zwei lautesten Signale, das Weite zu suchen.
Die Urteilsverkündung am 30. November wird die tatsächliche Zahl festlegen. Bei 15 Anklagepunkten und einer gesetzlichen Höchstgrenze von 280 Jahren bleibt die offene Frage, in welchem Umfang der Richter diese Höchststrafe verhängt.
Häufig gestellte Fragen
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Wer ist Brent C. Kovar und was war Profit Connect?
Kovar leitete Profit Connect, ein Krypto-Mining-Unternehmen in Las Vegas, das von Ende 2017 bis Juli 2021 aktiv war. Er erklärte Investoren, die Firma setze KI-Software auf einem Supercomputer ein, um Token zu schürfen und Transaktionen zu verifizieren, und versprach dabei feste Jahresrenditen von 15 bis 30%.
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Wie viel Geld erbeutete der Profit-Connect-Betrug?
Bundesanwälte erklärten, Kovar habe $24 Millionen von mindestens 400 Investoren erschlichen. Die Jury verurteilte ihn in elf Anklagepunkten wegen Telekommunikationsbetrugs, in zwei Punkten wegen Postbetrugs und in zwei Punkten wegen Geldwäsche.
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Welche falschen Behauptungen stellte Profit Connect gegenüber Investoren auf?
Kovar versprach feste Jahresrenditen von 15% bis 30%, eine 100%ige Geld-zurück-Garantie und behauptete fälschlich, die Investitionen seien durch die Federal Deposit Insurance Corporation versichert. Laut Staatsanwälten hielt das Unternehmen keine Reserven vor und war nie profitabel.
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Mit wie vielen Jahren Gefängnis muss Kovar rechnen?
Kovar droht eine gesetzliche Höchststrafe von 280 Jahren Gefängnis über die 15 Anklagepunkte. Ein Bundesrichter wird das tatsächliche Strafmaß bei einer für den 30. November angesetzten Anhörung festlegen.
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Was sagte das FBI zum Profit-Connect-Betrug?
Der leitende FBI-Spezialagent in Las Vegas, Christopher S. Delzotto, erklärte, die Opfer hätten geglaubt, sie beteiligten sich an einem „revolutionären technologischen Fortschritt", doch das Geschäft sei auf Lügen über Technologie, Renditen und FDIC-Versicherung von Profit Connect aufgebaut gewesen.
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