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CLARITY Act: Krypto-Lobby drängt Senat zur Abstimmung vor Pause

Dem Senat bleiben rund vier Wochen, um Ethik- und Illicit-Finance-Streitigkeiten beim Marktstrukturgesetz für digitale Vermögenswerte beizulegen. Eine Koalition aus 200 Firmen und Ripples „Clarity Truck“ erhöhen den Druck.

Große US-Krypto-Unternehmen und Interessenverbände intensivieren eine koordinierte Lobbykampagne, um noch vor der Sommerpause im August eine Senatsabstimmung über den Digital Asset Market CLARITY Act zu erzwingen. Eine Koalition aus mehr als 200 Firmen, darunter Coinbase, Ripple, Kraken, Circle, Binance.US und Andreessen Horowitz, richtete ein Schreiben an den Mehrheitsführer im Senat, John Thune, sowie den Minderheitsführer Chuck Schumer, in dem sie eine Abstimmung im Plenum forderten. Gleichzeitig rollte Ripple diese Woche einen gebrandeten „Clarity Truck“ durch die Hauptstadt. Mitarbeiter des Bankenausschusses im Senat und Branchenunterhändler führen nach Angaben von Kristin Smith, Präsidentin des Solana Policy Institute, weiterhin tägliche Gespräche. Auf republikanischer Seite führen die Senatoren Cynthia Lummis und Bernie Moreno die Verhandlungen, auf demokratischer Seite Kirsten Gillibrand und Ruben Gallego.

Warum es wichtig ist

Das Repräsentantenhaus verabschiedete H.R. 3633 am 17. Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen, und der Bankenausschuss im Senat brachte am 14. Mai eine überarbeitete Fassung des CLARITY Act mit 15 zu 9 Stimmen voran. Damit ist der legislative Unterbau für ein Digital-Asset-Gesetz ungewöhnlich weit gediehen. Der Entwurf teilt die Aufsicht zwischen der SEC und der CFTC auf, je nachdem, ob ein Angebot ein Wertpapiergeschäft oder ein Spotmarkt für digitale Rohstoffe ist. Damit soll ein von Vollzugsfällen geprägtes Flickwerk durch ein Registrierungsregime ersetzt werden, das nach Einschätzung der Kryptofirmen notwendig ist, um Talente, Notierungen und Handelsaktivität im Inland zu halten. Lummis bezeichnete die Ausschussabstimmung als den Moment, in dem die Branche „von den Rändern auf den Boden des US-Senats gewachsen ist“. Der Gesetzentwurf baut nun auf dem Stablecoin-Rahmenwerk des GENIUS Act auf und enthält unter anderem einen Kompromiss, der transaktions- und liquiditätsbasierte Rewards erlaubt, während Renditen untersagt werden, die allein für das Halten eines Payment-Stablecoins gezahlt werden.

Auswirkungen auf den Markt

Die verbleibenden Hürden sind enger gesteckt als jene, die die Branche bereits genommen hat, doch jede davon ist strukturell gewichtig. Section 604, der Blockchain Regulatory Certainty Act, befreit nicht-verwahrende Entwickler von der Einstufung als Geldtransmitter. Vier Strafverfolgungsverbände setzen Thune und die Regierung unter Druck, den Geltungsbereich einzuengen. Die Blockchain Association hat dem ein Schreiben entgegengesetzt, das von 160 ehemaligen nationalen Sicherheits- und Geheimdienstmitarbeitern unterzeichnet wurde und den Gesetzentwurf stützt. Ein separater Ethikstreit, angefacht von der Beleuchtung der Krypto-Geschäfte der Familie von Präsident Donald Trump, gefährdet die demokratischen Stimmen, die für die Überwindung der verfahrenstechnischen 60-Stimmen-Hürde nötig sind.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der CLARITY Act und was würde er für die Kryptomärkte ändern?

    Der Digital Asset Market CLARITY Act würde die Aufsicht zwischen der SEC und der CFTC aufteilen, je nachdem, ob ein Digital-Asset-Angebot ein Wertpapiergeschäft oder ein Spotmarkt für einen digitalen Rohstoff ist, und ein von Vollzugsfällen geprägtes Flickwerk durch ein bundesweites Registrierungsregime ersetzen.

  2. Warum ist der Zeitpunkt der Senatsabstimmung für den CLARITY Act so entscheidend?

    Der Senat kommt am 13. Juli zusammen und geht am 7. August in die Pause. Rutscht die Plenardebatte hinter die Pause, fällt der Gesetzentwurf in den Wahlzyklus zu den Midterms, in dem die Plenarzeit knapper und umstrittene Finanzgesetzgebung schwerer voranzubringen ist.

  3. Was ist Section 604 des CLARITY Act und warum ist sie umstritten?

    Section 604, der Blockchain Regulatory Certainty Act, befreit nicht-verwahrende Softwareentwickler von der Einstufung als Geldtransmitter. Branchenverbände sehen darin einen Schutz für Programmierer; vier Strafverfolgungsverbände argumentieren, sie könnte Betreiber schützen, die aktiv Transfers ermöglichen, ohne…

  4. Welche Unternehmen und Abgeordneten treiben die Lobbyoffensive voran?

    Eine Koalition aus über 200 Firmen, darunter Coinbase, Ripple, Kraken, Circle, Binance.US und Andreessen Horowitz, hat ein Schreiben für eine Plenarabstimmung an Thune und Schumer geschickt. Die Senatoren Cynthia Lummis, Bernie Moreno, Kirsten Gillibrand und Ruben Gallego führen die Verhandlungen.

  5. Welcher Ethikstreit erschwert den Weg des CLARITY Act?

    Die Demokraten fordern schärfere Regelungen zu Krypto-Beständen und geschäftlichen Verbindungen hochrangiger Amtsträger, befeuert durch die Krypto-Geschäfte der Familie von Präsident Trump. Ohne Kompromiss fehlen dem Gesetzentwurf womöglich die demokratischen Stimmen, um die verfahrenstechnische 60-Stimmen-Hürde zu…

Quellenangabe
Aggregiert von CryptoSlate · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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