Der Leiter von Galaxy Research, Alex Thorn, hat die geschätzte Wahrscheinlichkeit für die Verabschiedung des CLARITY-Gesetzes im Jahr 2026 von 75 % auf 60 % gesenkt und dabei einen strafferen Senatskalender als Hauptgrund angeführt. Die Herabstufung ist ein bedeutendes Signal — Thorn gehört zu den am genauesten verfolgten Beobachtern der Zeitpläne für die Krypto-Gesetzgebung an der Wall Street.
Warum es wichtig ist
Das CLARITY-Gesetz ist das Flaggschiff-Gesetz zur Marktstruktur für Krypto in den USA, das darauf abzielt, klarere Zuständigkeitsgrenzen zwischen der SEC und der CFTC für digitale Vermögenswerte zu ziehen. Eine Herabstufung um 15 Prozentpunkte von einem glaubwürdigen Analysten ist kein Rauschen — sie spiegelt echten Druck im Zeitplan wider. Thorn wies darauf hin, dass die Senatszeit in der nächsten Woche wahrscheinlich durch die Folgen der FISA-Überprüfung nach einer gescheiterten Abstimmung in Anspruch genommen wird, wodurch das CLARITY-Gesetz weiter hinten in der Warteschlange bleibt. Ungeklärte Streitpunkte zu den Ethikregeln der Gesetzgeber und zu Bestimmungen über illegale Finanzen erhöhen den Druck zusätzlich.
Marktauswirkungen
Für die Krypto-Märkte war regulatorische Klarheit ein struktureller Rückenwind für die Narrative in 2024-2025. Jedes glaubwürdige Signal, dass das gesetzgeberische Fenster sich schließt — insbesondere im Hinblick auf einen Midterm-Zyklus — entfernt einen kurzfristigen Katalysator. Tokens und Projekte, die am stärksten von der Zuständigkeitsunklarheit zwischen SEC und CFTC betroffen sind, müssen am längsten auf ein klareres Betriebsumfeld warten, wenn das Gesetz bis 2027 oder später verschoben wird.