Hyperliquid ist zur Onchain-Liquiditätsschicht geworden, an die sich immer mehr Wallets und Börsen anschließen, statt dagegen anzubauen. MetaMask, Phantom und die südafrikanische Börse VALR routen Trades inzwischen über Hyperliquids Orderbuch durch sein "builder codes"-System. Integratoren haben laut dem Onchain-Tracker Flowscan mit diesem Flow bislang rund 90 Millionen Dollar Umsatz erzielt.
Das Modell erlaubt Integratoren, ihre eigene Nutzererfahrung und Kundenbeziehung zu behalten, während Matching, Oracles und Margin-Engine an Hyperliquid ausgelagert werden. MetaMask erhebt auf Trades, die an den Handelsplatz geroutet werden, eine pauschale Builder-Gebühr von 0,1%, die vorab offengelegt wird. Seit dem Start von MetaMask Perps im Oktober 2025 hat MetaMask gesehen, wie Märkte für Real-World-Assets von einem kleinen Anteil am Perps-Volumen auf etwa ein Viertel gewachsen sind.
Warum das wichtig ist
Hyperliquids Angebot ist nicht mehr nur eine schnelle Perpetuals-DEX. Gründer Jeff Yan und Mitgründer iliensinc haben es als Layer-1 gebaut, bei der die HyperEVM neben einer selbst entwickelten HyperCore-Matching-Engine steht, und andere Apps diese gemeinsame Liquidität nutzen, statt sie zu fragmentieren. Hansu Jian, CEO von Hyperion DeFi, dem ersten in den USA gelisteten HYPE-Treasury-Unternehmen, brachte es klar auf den Punkt: "Hyperliquid is not just a perpetuals exchange, it's more like the AWS for finance."
Der wirtschaftliche Dreh ist: Liquidität erzeugt weitere Liquidität. Jede Wallet oder Börse, die über Hyperliquid routet, vertieft dasselbe Orderbuch. So erhält der nächste Integrator vom ersten Tag an den besten ausführbaren Preis, statt eigene Liquidität anschieben zu müssen. VALR-CEO Farzam Ehsani sagte The Block, sein Team habe jahrelang Matching- und Liquidations-Engines intern neu aufgebaut und dennoch kein dauerhaftes Perps-Volumen anziehen können, bevor es sich entschied, stattdessen an Hyperliquid anzudocken.
Marktauswirkung
Strukturell zeigt sich, dass Krypto-Perps leise in "Interface" und "Infrastruktur" aufgeteilt werden, und Hyperliquid den Infrastrukturplatz gewinnt, ähnlich wie AWS die Cloud gewann. Da RWA-Perps inzwischen rund 25% des von MetaMask gerouteten Volumens ausmachen, zieht der Handelsplatz Flows weit über krypto-native Assets hinaus an.
Häufig gestellte Fragen
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Was sind Hyperliquids "builder codes"?
"builder codes" ermöglichen Wallets, Börsen und anderen Apps, Trades direkt in Hyperliquids Orderbuch und Matching-Engine zu routen, während sie ihre eigene Nutzererfahrung und Kundenbeziehung behalten. Integratoren verdienen eine offengelegte Gebühr auf jeden Trade, ohne das Backend zu bauen oder zu warten.
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Wie viel Umsatz haben Hyperliquids "builder codes"-Integratoren erzielt?
Laut dem Onchain-Tracker Flowscan liegt der kumulierte "builder codes"-Umsatz bei rund 90 Millionen Dollar. MetaMask erhebt für sein Produkt MetaMask Perps eine pauschale Builder-Gebühr von 0,1%, die vorab offengelegt wird.
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Welche großen Wallets und Börsen nutzen Hyperliquid als Backend?
MetaMask, Phantom und die in Südafrika ansässige zentralisierte Börse VALR sind öffentlich genannte Integratoren. MetaMask startete MetaMask Perps im Oktober 2025, und VALR stellte sein Perps-Produkt auf Hyperliquid um, nachdem die eigene Matching-Engine keine Liquidität anziehen konnte.
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Wie ist Hyperliquid technisch aufgebaut?
Hyperliquid betreibt zwei Schichten: eine selbst entwickelte, für Matching optimierte HyperCore-Blockchain und eine Ethereum-kompatible HyperEVM. Apps bauen auf HyperEVM auf und greifen zugleich auf die gemeinsame Liquidität von HyperCore zu, was die für app-spezifische Orderbücher typische Fragmentierung vermeidet.
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Wie viel von Hyperliquids Perps-Volumen entfällt auf Real-World-Assets?
Laut MetaMask-Produktleiter Matthieu Saint Olive wuchsen RWA-Märkte wie Rohstoffe und Aktien von einem kleinen Anteil am MetaMask Perps-Volumen Anfang 2026 auf etwa ein Viertel bis Mitte 2026. Das ist eine deutliche Diversifizierung weg von krypto-nativem Collateral.
CoinDesk