BlackRock, Fidelity, Franklin Templeton, Goldman Sachs und SoFi haben sich in der vergangenen Woche öffentlich hinter den Digital Asset Market Clarity Act gestellt. Sie argumentieren, der Gesetzentwurf würde endlich eine klare Trennlinie zwischen der Aufsicht von SEC und CFTC über digitale Vermögenswerte ziehen. Die Unterstützung ist eine der stärksten koordinierten Rückendeckungen aus der traditionellen Finanzwelt seit Einbringung des Entwurfs. Die Unternehmen nennen Anlegerschutz, regulatorische Klarheit und die Wettbewerbsfähigkeit der USA als gemeinsame Begründung.
Der Vorstoß legt zugleich einen Bruch innerhalb der Wall Street offen. JPMorgan arbeitet mit Coinbase an Bestimmungen zu Stablecoin-Erträgen und unterstützt Änderungen, die von der Bankenlobby gefordert werden. Diese argumentiert, die aktuelle Formulierung verschaffe Stablecoin-Emittenten einen unfairen Vorteil gegenüber klassischen Einlagen. Coinbase und andere Kryptofirmen halten dagegen, dass diese Anpassungen den Entwurf schwächen und US-Innovation bremsen würden. Damit stehen Vermögensverwalter und Banken erstmals bei derselben Gesetzesinitiative auf entgegengesetzten Seiten.
Warum das wichtig ist
Der Clarity Act ist der bisher ambitionierteste Versuch, festzulegen, welche digitalen Vermögenswerte die SEC als Wertpapiere und welche die CFTC als Rohstoffe behandelt. Diese Frage schwebt seit zehn Jahren über jedem US-Krypto-Listing, jedem Kreditprodukt und jedem ETF-Antrag. BlackRocks Samara Cohen nannte den Entwurf "an important step toward establishing a regulatory framework for digital assets that puts investors first", während Franklin Templeton ihn als Moment beschrieb, in dem "firms would know which regulators they answer to." Goldman-Sachs-CEO David Solomon vermied eine uneingeschränkte Zustimmung, nannte den Entwurf "not perfect", unterstützte ihn aber als "a level playing field to enhance market stability."
Das Unterstützungspaket ist relevant, weil es die Lobbying-Rechnung verändert. Krypto-native Firmen haben seit Jahren öffentlich für Marktstrukturgesetze geworben. Dass nun fünf der größten Namen im US-Asset-Management und Bankwesen diese Argumentation in derselben Woche aufgreifen, erhöht den politischen Preis dafür, den Entwurf im Ausschuss scheitern zu lassen.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der Digital Asset Market Clarity Act?
Es ist der anhängige US-Gesetzentwurf, der die Kryptoaufsicht zwischen SEC und CFTC aufteilen, festlegen würde, welche digitalen Vermögenswerte Wertpapiere und welche Rohstoffe sind, und Firmen erstmals einen klaren Regulierungsrahmen geben soll.
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Warum unterstützt BlackRock den Clarity Act?
BlackRock Senior Managing Director Samara Cohen sagte Politico, der Entwurf sei "an important step toward establishing a regulatory framework for digital assets that puts investors first" und würde den USA helfen, "shape the next era of market structure."
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Warum lehnt JPMorgan Teile des Entwurfs ab?
JPMorgan unterstützt Änderungen der Bankenlobby, die Beschränkungen für Stablecoin-Erträge verschärfen würden, und argumentiert, die aktuelle Formulierung verschaffe Stablecoin-Emittenten einen unfairen Vorteil gegenüber traditionellen Bankeinlagen.
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Wann könnte der Senat über den Clarity Act abstimmen?
Die Sommerpause des Senats beginnt am 8. August, es bleiben also nur wenige Sitzungstage. Mehrheitsführer John Thune hat Plenarzeit auf Richterernennungen und ein Russland-Sanktionspaket verlagert, daher könnte der Entwurf in den Herbst rutschen.
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Was ist der größte verbleibende Streitpunkt im Entwurf?
Zwei Bestimmungen bleiben umstritten: die Sprache zu Stablecoin-Erträgen, die JPMorgan gegen Coinbase stellt, und neue Ethikbeschränkungen für hochrangige Regierungsbeamte mit Krypto-Verbindungen, ein Streit, der durch Präsident Trumps Geschäft mit digitalen Vermögenswerten getrieben wird.
CoinDesk