JPMorgan hat am Montag den Digital Asset Market Clarity Act öffentlich unterstützt und dem Kongress mitgeteilt, dass ein US-Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte der Branche helfen könne, erwachsen zu werden, allerdings nur, wenn er bestehende Lücken schließe, statt neue zu schaffen. In einem Blogbeitrag, verfasst von Umar Farooq, globalem Co-Leiter von JP Morgan Payments, und Peter Muriungi, CEO von Digital Assets and Blockchain Solutions, legte die Bank eine bedingte Unterstützung dar: Vermögenswerte, die wie Wertpapiere funktionieren, sollten weiterhin den Wertpapiergesetzen unterliegen, unabhängig von der zugrunde liegenden Blockchain, und dezentrale Plattformen, die als Börsen oder Broker agieren, sollten denselben Standards für Offenlegung, Marktintegrität und Anlegerschutz genügen wie der traditionelle Finanzsektor.
Die Bank widmete den von ihr gesehenen Risiken ebenso viel Raum. JPMorgan hob Stablecoins und tokenisierte Einlagen besonders hervor und forderte die Gesetzgeber auf, bankähnliche Eigenkapital-, Liquiditäts- und Verbraucherschutzregeln auf jedes Produkt anzuwenden, das einer Einlage ähnelt. Die Manager warnten, dass Belohnungen oder Cashback-Funktionen Verbraucherinnen und Verbraucher annehmen lassen könnten, sie verfügten über Schutzmaßnahmen, die möglicherweise nicht existieren, was das Risiko bankähnlicher Anstürme in Marktkrisen erhöhe. Die Bank drängte den Kongress außerdem, Werkzeuge zur Bekämpfung von Geldwäsche und für die Strafverfolgung zu erhalten, und argumentierte, dass weitreichende Ausnahmen für Teile des Krypto-Ökosystems blinde Flecken für illegale Finanzströme schaffen könnten.
Warum es zählt
Die Unterstützung kommt in einem politisch entscheidenden Moment. Das Senate Banking Committee hat den Clarity Act bereits verabschiedet, doch die Verhandler lösen noch mehrere offene Fragen, darunter Ethikregeln für hochrangige Regierungsbeamte mit Krypto-Verbindungen, Haftungsschutz für DeFi-Entwickler und die Stablecoin-Zinsbestimmung, die JPMorgan nun öffentlich anficht. Branchenverbände bleiben zuversichtlich, dass der Gesetzentwurf im Juli den Senat erreichen kann, doch Analysten warnen, dass ein Scheitern vor der Augustpause seine Chancen, noch in diesem Jahr in Kraft zu treten, deutlich verringern würde.
Die Haltung der Bank ist strukturell bedeutsam: JPMorgan signalisiert, dass sie einen Digital-Asset-Rahmen nicht ablehnt, sondern nur dessen具体Ausgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der Digital Asset Market Clarity Act?
Es handelt sich um eine anhängige US-Gesetzgebung zur Schaffung eines bundesweiten Regulierungsrahmens für digitale Vermögenswerte. Das Senate Banking Committee hat sie verabschiedet, und der Gesetzentwurf wird nun für eine mögliche Abstimmung im Juli vor der Augustpause verhandelt.
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Warum unterstützt JPMorgan den Clarity Act?
JPMorgan argumentiert, ein bundesweiter Rahmen könne der Digital-Asset-Branche helfen, erwachsen zu werden, allerdings nur, wenn er bestehende Regulierungslücken schließt, statt neue zu schaffen, und dieselben Offenlegungs-, Marktintegritäts- und Anlegerschutzstandards anwendet wie der traditionelle Finanzsektor.
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Wie ist JPMorgans Position zu Stablecoin-Zinsen?
JPMorgan fordert den Kongress auf, bankähnliche Eigenkapital-, Liquiditäts- und Verbraucherschutzregeln auf Stablecoins und tokenisierte Einlagen anzuwenden und Belohnungen oder Cashback-Funktionen einzuschränken, die Stablecoins erlauben würden, mit Einlagen zu konkurrieren, ohne dieselben Standards zu erfüllen.
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Welche offenen Fragen gibt es noch bei den Clarity-Act-Verhandlungen?
Die Verhandler arbeiten weiterhin an Ethikregeln für hochrangige Regierungsbeamte mit Krypto-Verbindungen, Haftungsschutz für DeFi-Entwickler, Stablecoin-Zinsbestimmungen und Bedenken von Demokraten des Senate Agriculture Committee.
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Was passiert, wenn der Clarity Act vor der Augustpause nicht verabschiedet wird?
Analysten warnen, dass ein Verpassen des Zeitfensters vor der Pause seine Chancen, noch in diesem Jahr in Kraft zu treten, deutlich verringern, jeden US-Digital-Asset-Rahmen auf 2027 verschieben und die regulatorische Unsicherheit für Emittenten, Verwahrer und Tokenisierungsprojekte verlängern würde.
CoinDesk