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Perpetual Futures bringen 90 Bio. Dollar an die Wall Street

Eigenhandelsfirmen und Market Maker dürften die Kontrakte zuerst testen, während Banken auf mehr Liquidität, klare Regeln und eine Infrastruktur für das Risikomanagement rund um die Uhr warten.

Perpetual Futures dringen nach Jahren als zentrales Krypto-Handelsprodukt in regulierte US-Märkte vor. Die Bank of America schätzt ihr jährliches Volumen auf rund $90T. Die Perpetual Futures von Kalshi überschritten innerhalb einer Woche nach ihrem Start im Juni ein Handelsvolumen von 1 Milliarde US-Dollar, nachdem die CFTC die Börse am 29. Mai für das Angebot der Kontrakte freigegeben hatte. Auch Coinbase erhielt die Genehmigung, regulierte Perpetual Futures in den USA zu listen.

Warum das wichtig ist

Perpetuals ähneln Standard-Futures, haben jedoch kein Ablaufdatum. Händler vermeiden monatliche oder vierteljährliche Rollvorgänge, während regelmäßige Funding-Zahlungen die Preise nahe am Wert des zugrunde liegenden Vermögenswerts halten. Ihre Struktur mit Handel rund um die Uhr könnte Institutionen eine Möglichkeit geben, Wochenendrisiken zu steuern, wenn traditionelle Futures-Märkte geschlossen sind, Kriege, Wahlen und politische Entscheidungen die Preise aber weiterhin bewegen können.

Ein liquider Perpetual-Markt könnte außerdem eine Preisfindung am Wochenende ermöglichen, bevor der Handel mit CME-Futures wieder beginnt. Händler könnten ihre Positionen an die Entwicklung von Ereignissen anpassen und diese Preise nutzen, um die nächste Bewegung an den traditionellen Märkten einzuschätzen. Kalshis Bemühungen um eine Genehmigung für Gold- und Silberkontrakte deuten darauf hin, dass sich das Produkt über Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte hinaus ausweiten könnte.

Auswirkungen auf den Markt

Das Interesse der Wall Street bleibt vorsichtig. Eigenhandelsfirmen, Market Maker und jüngere Clearinghäuser dürften Perps eher zuerst testen, weil sie eigenes Kapital einsetzen, operative Risiken akzeptieren und sich zurückziehen können, falls sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern. Große Banken sind mit höheren Kapital-, Compliance-, Clearing- und Reputationskosten konfrontiert. Sie warten daher auf mehrere Jahre an Daten, mehr Liquidität und klarere Regeln.

Die wichtigste Einschränkung ist die Markttiefe. Handel rund um die Uhr garantiert nicht, dass Institutionen große Positionen bewegen können, ohne die Preise zu beeinflussen, insbesondere während dünner Wochenendsitzungen. Auch die Sicherheiten-Systeme müssen mit einem Markt Schritt halten, der niemals schließt.

Regulierungsbehörden und Börsen diskutieren weiterhin, ob bestimmte Perps als Futures oder Swaps behandelt werden sollten. Diese Unterscheidung wirkt sich auf Margin-Regeln, Registrierung und die Bereitstellung von Liquidität aus. CME hat die Einstufung der Bitcoin-Perpetuals von Kalshi durch die CFTC angefochten. Der Streit könnte die Ausweitung auf Aktien, Rohstoffe und andere Märkte prägen.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Warum gewinnen Perpetual Futures an der Wall Street an Aufmerksamkeit?

    Perpetual Futures ermöglichen kontinuierlichen Handel ohne Ablauf der Kontrakte und könnten Unternehmen helfen, Risiken am Wochenende abzusichern, wenn traditionelle Futures-Märkte geschlossen sind.

  2. Wie groß ist der Markt für Perpetual Futures?

    Die Bank of America schätzt das jährliche Volumen von Perpetual Futures auf rund 90 Billionen US-Dollar. Kalshis Produkt überschritt innerhalb einer Woche nach dem Start ein Handelsvolumen von 1 Milliarde US-Dollar.

  3. Welche Unternehmen dürften Perps zuerst einsetzen?

    Eigenhandelsfirmen, Market Maker und jüngere Clearinghäuser dürften die Kontrakte eher zuerst testen, weil sie operative Risiken akzeptieren und eigenes Kapital einsetzen können.

  4. Was begrenzt die institutionelle Akzeptanz von Perpetual Futures?

    Die Liquidität am Wochenende bleibt gering, und große Positionen können die Preise bewegen. Banken warten außerdem auf klarere Regulierung, tiefere Märkte sowie Sicherheiten- und Risikosysteme, die den Handel rund um die Uhr unterstützen.

  5. Warum ist der Streit der CFTC über Kalshis Bitcoin-Perps wichtig?

    Im Mittelpunkt steht die Frage, ob bestimmte Perpetual-Kontrakte als Futures oder Swaps behandelt werden sollten. Diese Einstufung beeinflusst Margin-Regeln, Registrierungspflichten und die Frage, wer Liquidität bereitstellen darf.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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