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Robinhood-Ingenieure riskieren bis zu 30 Jahre Haft

Bundesanwälte sagen, das Duo habe mit vertraulichen Listing-Informationen Perps gehandelt. Es ist ein Testfall dafür, ob das Warenterminusbetrugsgesetz dezentrale Plattformen erreicht, auf denen Informationsquelle und Handelsplatz getrennte Einheiten sind.

Zwei ehemalige Robinhood-Ingenieure wurden wegen Warenterminusbetrugs und Telekommunikationsbetrugs angeklagt, nachdem die Bundesanwaltschaft ihnen vorgeworfen hatte, mit vertraulichen Token-Listing-Informationen Perpetual Futures auf Hyperliquid gehandelt und jeweils über 50.000 Dollar erzielt zu haben. Hefu Chai und Huaisong "Jerry" Xiang drohen gesetzliche Höchststrafen von 10 bzw. 20 Jahren auf die beiden Anklagepunkte.

Chai, technischer Leiter für Digital-Asset-Listings bei Robinhood von etwa 2021 bis Mai 2026, und Xiang, Softwareingenieur von etwa 2024 bis September 2026, hatten beide Zugriff auf einen privaten Slack-Kanal mit bevorstehenden Listing-Plänen. Beide waren als "Coin Aware Individuals" eingestuft, und die Robinhood-Richtlinie verbot ihnen, betroffene Vermögenswerte vor einer Ankündigung und 24 Stunden danach auf einer beliebigen Plattform zu handeln. Die Staatsanwaltschaft sagt, Chai habe zwischen 2025 und Januar 2026 mindestens zehn Mal gehandelt, während Xiang rund um ein POPCAT-Listing im März 2025 und mindestens zehn weitere Male bis Februar 2026 gehandelt habe.

Warum es zählt

Der Fall weitet die Durchsetzung von Insiderinformationen erstmals in dieser Form auf dezentrale Märkte aus. US-Staatsanwalt Jamie McDonald erklärte, Unternehmensinsider könnten "die Wertpapier- und Warentermingesetze nicht umgehen, indem sie auf Basis veruntreuter Informationen in Derivaten wie Perpetual Futures handeln". Die Anklage prüft, wie die Gesetze gegen Warenterminusbetrug anzuwenden sind, wenn Informationsquelle und Handelsplatz völlig getrennte Einheiten sind.

Marktauswirkungen

Der Regierungsfall dreht sich um die Lücke zwischen dem Zeitpunkt, an dem ein Token auf Robinhood handelbar wurde, manchmal eine Stunde vor der öffentlichen Ankündigung, und dem Zeitpunkt, an dem der Markt davon erfuhr. In einem Beispiel erfuhr Xiang angeblich am 23. Januar 2026, dass RENDER am 29. Januar gelistet werden würde, eröffnete Long-Positionen auf RENDER-Perps und schloss sie in diesem Zeitfenster mit Gewinn. Chai habe angeblich ein ähnliches Manöver bei HYPE rund um ein Listing im Oktober 2025 durchgeführt. Robinhood kooperierte bei der Untersuchung und steht nun unter Druck, die interne Segmentierung von Listing-Informationen und die Überwachung der Mitarbeiteraktivitäten auf externen Plattformen zu verschärfen.

Verwandte Tokens
$HYPE $RENDER $POPCAT

Häufig gestellte Fragen

  1. Womit sind die beiden Robinhood-Ingenieure angeklagt?

    Hefu Chai und Huaisong "Jerry" Xiang sehen sich jeweils einem Anklagepunkt wegen Warenterminusbetrugs und einem wegen Telekommunikationsbetrugs gegenüber, mit gesetzlichen Höchststrafen von 10 bzw. 20 Jahren.

  2. Wie haben die Ingenieure angeblich auf Hyperliquid profitiert?

    Die Staatsanwaltschaft sagt, sie hätten ihren Zugang zu einem privaten Slack-Kanal mit Robinhoood bevorstehenden Token-Listings genutzt, um profitable Perpetual-Futures-Positionen zu eröffnen und jeweils über 50.000 Dollar zu verdienen.

  3. Welche Tokens waren an den angeblichen Geschäften beteiligt?

    Die Anklageschrift verweist auf Geschäfte rund um Robinhood-Listings von POPCAT, RENDER und HYPE, einschließlich einer RENDER-Position, die Xiang angeblich eröffnete, nachdem er sechs Tage vorab vom Listing am 29. Januar 2026 erfahren hatte.

  4. Warum ist das Handelszeitfenster in diesem Fall wichtig?

    Robinhood-Tokens konnten bis zu einer Stunde vor der öffentlichen Ankündigung zu handeln beginnen, was ein Zeitfenster schuf, in dem Mitarbeiter mit Vorabkenntnis Positionen schließen konnten, bevor der breitere Markt die Nachricht erhielt.

  5. Was ist rechtlich bedeutsam daran, dass der Handelsplatz Hyperliquid ist?

    Die Anklage prüft, wie Staatsanwälte Gesetze gegen Warenterminusbetrug anwenden, wenn Informationsquelle und Handelsplatz getrennt sind, und weitet die Durchsetzung von Insiderinformationen auf dezentrale Derivatemärkte aus.

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