Das US-Finanzministerium hat am Dienstag vier TRON-basierte Krypto-Wallets mit Verbindung zur Zentralbank des Iran auf seine Sanktionsliste gesetzt. Daraufhin fror Tether USDT im Wert von $131 Millionen ein, die an diesen Adressen lagen. Die Wallets hatten laut Chainalysis zuvor Stablecoins im Wert von mehr als $165 Millionen erhalten, auch wenn ein Teil der Mittel vor der Sperre bereits bewegt worden war.
Die Sperre richtet sich gegen Adressen, die mehr als $165 Millionen hielten. Sie verhindert, dass diese konkreten Mittel übertragen oder eingelöst werden, während die eingefrorenen Token onchain weiter sichtbar bleiben. Damit steigt der Gesamtbetrag blockierter USDT mit Bezug zur iranischen Zentralbank auf rund $475 Millionen, zusätzlich zu den $344 Millionen, die Tether im April eingefroren hatte.
Warum das wichtig ist
Der Schritt gibt jeder Börse, jedem Verwahrer und jedem Compliance-Team eine klare Referenzliste von Adressen, gegen die geprüft werden kann. Das erhöht die Kosten für jeden Handelsplatz, der diese Wallets an seine Infrastruktur lässt. OFAC hat gewarnt, dass seine veröffentlichte Wallet-Liste nicht vollständig ist. Weitere von der Bank kontrollierte Adressen können unter derselben Einstufung also weiterhin als blockiertes Eigentum gelten. Die Zentralbank des Iran steht seit 2019 wegen ihrer Unterstützung der Islamic Revolutionary Guard Corps-Quds Force und der Hisbollah unter US-Antiterror-Sanktionen. Das Update vom Dienstag erweitert diese Einstufung, statt eine neue Linie zu eröffnen.
Marktauswirkung
Tethers Fähigkeit, $131 Millionen in einem einzigen Schritt einzufrieren, zeigt, wie der größte Stablecoin-Emittent inzwischen als Echtzeit-Knoten für die Durchsetzung von Sanktionen fungiert. Zugleich ist die Sperre keine Beschlagnahmung, und die zugrunde liegenden Mittel bleiben nominal unter Kontrolle der Wallets. Chainalysis führt die eingehenden Ströme auf einen institutionellen Liquiditätsanbieter und einen in Asien ansässigen Zahlungsabwickler zurück. Damit erhalten Compliance-Teams zwei vorgelagerte Gegenparteien zur Kartierung. Die Maßnahme folgt auf die OFAC-Sanktionen vom Juni gegen Nobitex und andere iranische Börsen, denen vorgeworfen wird, der Zentralbank beim Wechsel in und aus Stablecoins geholfen zu haben. Das Netz um Teherans Stablecoin-Schienen zieht sich damit enger, gerade während Iran stärker auf USDT setzt, um den Rial zu stützen.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat das US-Finanzministerium am Dienstag genau getan?
OFAC setzte vier TRON-basierte Krypto-Wallets mit Verbindung zur Zentralbank des Iran auf seine Sanktionsliste. Tether fror danach $131 Millionen in USDT ein, die an diesen Adressen lagen und laut Chainalysis zuvor mehr als $165 Millionen in Stablecoins erhalten hatten.
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Ist die Sperre eine Beschlagnahmung der Mittel?
Nein. Die eingefrorenen USDT bleiben onchain sichtbar und stehen weiter nominal unter Kontrolle der Wallets der iranischen Zentralbank, aber die Adressen können die Token nicht mehr übertragen oder einlösen.
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Wie viel USDT ist jetzt insgesamt blockiert?
Über Tethers Maßnahmen im April und am Dienstag sind nun rund $475 Millionen in USDT blockiert. Elliptic schätzt, dass die iranische Zentralbank insgesamt mindestens $507 Millionen in USDT angesammelt hat, viel davon zur Stützung des Rial.
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Entsteht dadurch ein neues Sanktionsprogramm gegen Iran?
Nein. Die Zentralbank des Iran steht seit 2019 wegen ihrer Unterstützung der IRGC-Quds Force und der Hisbollah unter US-Antiterror-Sanktionen. Das Update vom Dienstag erweitert diese bestehende Einstufung, statt eine neue zu verhängen.
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Was sollten Börsen und Compliance-Teams damit tun?
Die von OFAC veröffentlichte Wallet-Liste gibt Handelsplätzen einen fertigen Satz von Adressen für Prüfungen, auch wenn die Behörde warnte, dass die Liste nicht vollständig ist. Die Maßnahme folgt zudem auf die Sanktionen vom Juni gegen Nobitex und andere iranische Börsen und zieht das Netz um Teherans…
CoinDesk