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CME verklagt CFTC: US-Perpetual-Futures unter Beschuss

Die Klage – eingereicht von der weltgrößten Futures-Börse – argumentiert, Perps seien Swaps nach Dodd-Frank, und kommt nur wenige Wochen nachdem die CFTC Bitcoin-Perps für Coinbase und Kalshi genehmigt hat.

Die CME Group plant, am Donnerstag Klage gegen die Commodity Futures Trading Commission einzureichen, gegen die Entscheidung der Behörde, Perpetual-Futures-Kontrakte in den USA zuzulassen, wie CEO Terrence Duffy gegenüber CNBC erklärte. Die Klage stützt sich auf das Argument, dass Perps nach dem Dodd-Frank Act als Swaps einzustufen seien – eine Kategorisierung, die die Produkte einem anderen regulatorischen Pfad unterwerfen würde als dem, den die CFTC bei ihrer Genehmigung gewählt hat.

Die CFTC genehmigte im vergangenen Monat Kalshis Antrag auf Listung von Bitcoin-Perpetual-Kontrakten und stellte Coinbase Financial Markets ein No-Action-Schreiben für dessen digitale Rohstoffderivate aus. Damit eröffnete sie in den USA einen Handelsplatz für ein Instrument, das bis dato überwiegend offshore auf Plattformen wie Binance und Bybit gehandelt wurde.

Warum es wichtig ist

Die Klage stellt den Betreiber des dominierenden US-Derivate-Handelsplatzes direkt gegen seine eigene Aufsichtsbehörde – ein ungewöhnlich öffentlicher Zusammenstoß. Duffy begründete seinen Einspruch auf der Piper Sandler Global Exchange & Fintech Conference Anfang des Monats mit Leverage- und Verbraucherschutzgründen und warnte, dass „Leute, die Produkte nicht verstehen" in einem Kontrakt, „in den sie gar nicht erst einsteigen sollten", „ausradiert werden könnten". Er zog eine ausdrückliche Parallele zur Immobilienspekulation vor 2008 und bezeichnete die aktuelle Konstruktion als „eine Katastrophe, die nur darauf wartet, passiert zu werden".

Duffy ergänzte, die Prüfung der CFTC sei schneller abgeschlossen worden als das übliche Self-Certification-Fenster für ein neuartiges Instrument, was seinen Vorwurf eines dünnen Verfahrens zusätzlich verschärft. Die rechtliche Kernfrage – sind Perps Futures oder Swaps? – ist dieselbe, die die Offshore-Marktstruktur über Jahre geprägt hat und die die CFTC mit ihrer jüngsten Haltung faktisch in Richtung Futures beantwortet hat.

Auswirkungen auf den Markt

Eine erfolgreiche Swap-Einstufung würde die regulatorische Grundlage für die Genehmigungen von Kalshi und Coinbase aufheben und Perps zurück in ein strengeres Compliance-Regime zwingen – was das Volumen voraussichtlich erneut offshore verlagern würde, wo es ohnehin größtenteils liegt. Die an der CME gelisteten Bitcoin-Futures bleiben der liquideste US-Handelsplatz, und die Klage signalisiert, dass die Börse bereit ist, diese Position juristisch zu verteidigen, statt direkt in den Wettbewerb mit einem Perp-Produkt zu treten.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Warum verklagt die CME die CFTC wegen Perpetual Futures?

    Die CME argumentiert, Perps sollten nach dem Dodd-Frank Act als Swaps eingestuft werden – eine Kategorisierung, die sie auf einen anderen regulatorischen Pfad führen würde als den, den die CFTC gewählt hat, als sie im letzten Monat Kalshis Bitcoin-Perp-Antrag genehmigte und Coinbase Financial Markets ein…

  2. Was hat die CFTC im letzten Monat in Bezug auf Perps genehmigt?

    Die CFTC genehmigte Kalshis Antrag auf Listung von Bitcoin-Perpetual-Futures-Kontrakten und stellte Coinbase Financial Markets ein No-Action-Schreiben für dessen geplante digitale Rohstoffderivate-Produkte aus. Damit eröffnete sie in den USA einen Handelsplatz für ein Instrument, das zuvor überwiegend offshore…

  3. Welche Leverage-Bedenken äußerte der CEO der CME?

    Terrence Duffy kritisierte den hohen Hebel bei CFTC-zugelassenen Perps im Vergleich zu den an der CME gelisteten Märkten und warnte, Privatanleger, die „Produkte nicht verstehen", könnten aus Kontrakten, „in die sie gar nicht erst einsteigen sollten", „ausradiert" werden.

  4. Was passiert mit den Genehmigungen für Kalshi und Coinbase, wenn die CME gewinnt?

    Eine erfolgreiche Swap-Einstufung würde die regulatorische Grundlage der CFTC-Genehmigungen aufheben und Kalshi sowie Coinbase likely zwingen, ihre Perp-Angebote zu stoppen oder umzustrukturieren. Das Volumen würde voraussichtlich zurück auf Offshore-Plattformen wie Binance und Bybit verlagert, wo bereits der Großteil…

  5. Wann wird die Klage eingereicht und wer steht an der Spitze der CME?

    Die CME plant, die Klage am Donnerstag einzureichen. CEO Terrence Duffy, der den Schritt ankündigte, wird im März 2027 aus der Rolle ausscheiden und erklärte, das Unternehmen nehme „diese Angelegenheit nicht auf die leichte Schulter".

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