Präsident Gustavo Petro erklärte in einem X-Post am Dienstag, dass Barranquilla, Santa Marta und Riohacha — drei Städte an Kolumbiens Karibikküste — Bitcoin-Mining-Einrichtungen beherbergen könnten, die mit den überschüssigen erneuerbaren Energien des Landes betrieben werden, und ordnete den Plan ausdrücklich als einen Weg nach paraguayischem Vorbild ein.
Ein Weltbank-Bericht aus dem Jahr 2024 ergab, dass Kolumbien bis zu 75 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt — mehr als doppelt so viel wie der globale Durchschnitt —, mit Wind- und Solarkapazitäten an der Karibikküste, die kommerziell kaum erschlossen sind. Petro schlug vor, der indigenen Wayúu-Gemeinschaft Miteigentum an künftigen Mining-Projekten einzuräumen, und bezeichnete die Aussicht als „gewaltigen Schub für die Entwicklung der Karibikregion“.
Warum es zählt
Petros Äußerungen kamen als direkte Reaktion auf einen X-Post von Alessandro Cecere von Luxor Technology, der darauf hinwies, dass Paraguays Anteil an der globalen Hashrate auf 4,3 % gestiegen ist, gestützt auf günstigen Wasserkraftstrom aus dem Itaipu-Staudamm. Paraguay ist heute die viertgrößte Bitcoin-Mining-Jurisdiktion der Welt, hinter den USA, Russland und China, so die Daten von Hashrate Index — und das Land deckt seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen über Itaipu und zwei kleinere Wasserkraftwerke, die rund das Sechsfache dessen erzeugen, was die 7 Millionen Einwohner des Landes verbrauchen.
Gleichzeitig weitet sich das Zeitfenster für aufstrebende Mining-Nationen: CoinDesk berichtete im März, dass börsennotierte US-Miner kumulierte KI- und HPC-Verträge im Volumen von mehr als 70 Milliarden US-Dollar unterzeichnet und ihre Bitcoin-Tresore reduziert haben, um den Strategiewechsel zu finanzieren. Während amerikanische Betreiber margenstärkeren KI-Workloads hinterherjagen, wird der Anteil an der globalen Hashrate zunehmend für Länder mit günstigerem Strom und zugänglicheren Regulierern verfügbar — und Kolumbien erfüllt auf dem Papier beide Voraussetzungen.
Marktauswirkungen
Die Asymmetrie, die diesen Moment prägt: Industrielle Miner waren 2021–2022 zunächst massenhaft nach Paraguay geströmt, als sich Strom zu rund 0,03 US-Dollar pro Kilowattstunde festschreiben ließ. Seitdem haben sich die Stromkosten dort jedoch ungefähr verdoppelt, und scharfe Kautionen des staatlichen Versorgers ANDE haben kleinere Betreiber aus dem Markt gedrängt. Gut kapitalisierte Akteure wie HIVE Digital und Penguin Group expandieren weiter, doch die Ära des einfachen Arbitrage-Geschäfts geht zu Ende.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat Präsident Petro für das Bitcoin-Mining in Kolumbien vorgeschlagen?
Petro erklärte in einem X-Post, dass die Karibikstädte Barranquilla, Santa Marta und Riohacha Bitcoin-Mining-Einrichtungen beherbergen könnten, die mit den überschüssigen erneuerbaren Energien des Landes betrieben werden, und warf die Idee in den Raum, der indigenen Wayúu-Gemeinschaft Miteigentum an künftigen…
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Wie viel von Kolumbiens Strom stammt aus erneuerbaren Quellen?
Ein Weltbank-Bericht aus dem Jahr 2024 ergab, dass Kolumbien bis zu 75 % seines Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt — mehr als doppelt so viel wie der globale Durchschnitt —, mit Wind- und Solarkapazitäten an der Karibikküste, die kommerziell kaum erschlossen sind.
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Warum verweist Petro auf Paraguay als Vorbild?
Paraguay deckt seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen, verankert im Itaipu-Staudamm, und ist auf 4,3 % der globalen Bitcoin-Hashrate geklettert — womit es die viertgrößte Mining-Jurisdiktion der Welt ist, hinter den USA, Russland und China.
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Warum weitet sich das Zeitfenster für neue Mining-Länder?
CoinDesk berichtete im März, dass börsennotierte US-Miner kumulierte KI- und HPC-Verträge im Volumen von mehr als 70 Milliarden US-Dollar unterzeichnet, ihre Bitcoin-Tresore zur Finanzierung des Strategiewechsels reduziert und damit Anteile an der globalen Hashrate freigegeben haben.
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Was könnte Kolumbiens Plan erschweren?
Aus einem X-Post Mining-Lizenzen, Tarifvereinbarungen und Netzanschlussverträge zu machen, ist die härtere Seite von Paraguays Vorbild, und Petros Vorschlag hat bislang noch keinen konkreten Regulierungsrahmen hervorgebracht. Die Kosten in Paraguay haben sich zudem seit 2021 ungefähr verdoppelt, und scharfe Kautionen…