Das Flugverfolgungsunternehmen FlightAware hat am Montag Klage gegen den Betreiber des Vorhersagemarktes Kalshi eingereicht und behauptet, das Unternehmen habe seine Flugverfolgungsdaten und Marke unrechtmäßig genutzt, um Glücksspielmärkte für Flugstornierungen zu betreiben. Die Klage erhebt Vorwürfe wegen Vertragsbruchs, Markenverletzung und unlauterem Wettbewerb und fordert eine einstweilige Verfügung sowie vorläufige und dauerhafte Unterlassungsverfügungen, die Kalshi von jeglicher Aktivität im Zusammenhang mit FlightAware abhalten. Laut der Klage informierte Kalshi die Nutzer, dass die Ergebnisse seiner Wetten auf Flugstornierungen "von FlightAware verifiziert" seien, ohne jemals den Datenanbieter zu benachrichtigen oder zu lizenzieren, was FlightAware zufolge seinen Ruf gefährdet hat.
Warum es wichtig ist
Die Klage trifft Kalshi zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da das Unternehmen bereits an mehreren Fronten kämpft. New York verklagte die Plattform letzten Monat wegen angeblich illegalen Glücksspiels, ein Gericht in Washington erließ im Juli eine vorübergehende Sperre für Kalshis Verträge zu Sportereignissen, und ein Richter in Michigan erließ früher im Jahr eine einstweilige Verfügung. Ein Richter in Minnesota blockierte jedoch das eigene Verbot des Staates und erlaubte Kalshi und Polymarket, dort weiter zu operieren, während die Rechtsstreitigkeiten laufen.
FlightAware bringt auch ein Sicherheitsargument vor und warnt, dass Vorhersagemärkte, die mit physischen Ereignissen verbunden sind, ein moralisches Risiko schaffen, bei dem böswillige Akteure versuchen könnten, Stornierungen auszulösen, um Positionen zu schließen, was Reisende strandet und den Betrieb von Fluggesellschaften stört. Kalshis Verträge schließen Auszahlungen für böswillige oder sicherheitsbezogene Störungen aus, aber FlightAware sagt, dass die öffentliche Reaktion auf die Märkte seinen Status dennoch geschädigt hat und sofort dazu führte, dass Kunden annahmen, das Unternehmen sei direkt beteiligt.
Marktauswirkungen
Vorhersagemärkte bleiben einer der rechtlich umstrittensten Bereiche im Krypto-Bereich. Die CFTC hat im vergangenen Jahr Klagen gegen Wisconsin, Illinois, Arizona, Connecticut, New York, New Mexico, Minnesota und Rhode Island eingereicht, um eine bundesstaatliche Aufsicht über den Sektor zu etablieren, und ein Bundesrichter in Michigan wies letzte Woche Coinbases Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die staatliche Durchsetzung von Verträgen zu Sportereignissen zurück.
Häufig gestellte Fragen
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Was wirft FlightAware Kalshi vor?
FlightAware beschuldigt Kalshi, seine Flugverfolgungsdaten und Marke ohne Erlaubnis zu nutzen, um Vorhersagemärkte für Flugstornierungen zu betreiben, und erhebt Vorwürfe wegen Vertragsbruchs, Markenverletzung und unlauterem Wettbewerb.
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Welche Abhilfe sucht FlightAware?
Die Klage fordert eine einstweilige Verfügung sowie vorläufige und dauerhafte Unterlassungsverfügungen, die Kalshi von Aktivitäten im Zusammenhang mit FlightAwares Daten und Marke abhalten.
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Warum äußert FlightAware Sicherheitsbedenken?
Das Unternehmen argumentiert, dass Märkte, die mit realen Flugstörungen verbunden sind, böswillige Akteure dazu anregen könnten, Stornierungen auszulösen, was Reisende strandet und den Betrieb von Fluggesellschaften stört, obwohl Kalshi böswillige Störungen von Auszahlungen ausschließt.
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Welchem anderen rechtlichen Druck sieht sich Kalshi gegenüber?
New York verklagte Kalshi letzten Monat wegen angeblich illegalen Glücksspiels, ein Gericht in Washington blockierte vorübergehend ihre Verträge zu Sportereignissen im Juli, und ein Richter in Michigan erließ früher im Jahr eine einstweilige Verfügung.
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Wie werden Vorhersagemärkte in den USA reguliert?
Die CFTC hat im vergangenen Jahr Klagen gegen Wisconsin, Illinois, Arizona, Connecticut, New York, New Mexico, Minnesota und Rhode Island eingereicht, um die bundesstaatliche Zuständigkeit zu behaupten. Ein Richter in Minnesota blockierte das Verbot des Staates, während ein Bundesrichter in Michigan letzte Woche…