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Gold testet Juni/Juli-Tief nach 28% Drawdown

Gold handelt bei rund $4.000 je Unze nach einem Drawdown von etwa 28 % vom Hoch zu Jahresbeginn 2026, und im…

Gold handelt bei rund $4.000 je Unze nach einem Drawdown von etwa 28 % vom Hoch zu Jahresbeginn 2026, und im Durchschnitt findet das Metall in US-Midterm-Zyklen um Tag 187 des Jahres seinen Boden — ein Zeitfenster, das Ende Juni oder Juli liegt. Der aktuelle Abverkauf passt zu diesem historischen Rhythmus: Die Year-to-Date-Renditen haben den Midterm-Jahresdurchschnitt zunächst nach oben über­schossen, dann nach unten, sodass der Preis deutlich unter der parabolischen Bewegung liegt, die dem Januarhoch vorausging.

Warum das wichtig ist

Der Drawdown von 28 % ist absolut betrachtet steil, aber innerhalb eines laufenden Gold-Bullenmarkts nichts Ungewöhnliches. Vergleichbare Mid-Cycle-Korrekturen — 1973 (-28 %), 1974 (-25 %), 2006 (-25 %) und 2022 (-22 %) — liefen alle darauf hinaus, dass Gold schließlich neue Allzeithochs markierte. Das letzte Mal, dass der monatliche RSI rund 95 erreichte, war 1973 — und das Metall rallyte binnen Monaten zurück auf Rekordstände. Das Argument, dies sei ein Top, erfordert eine negative RSI-Divergenz zwischen aufeinanderfolgenden Zyklus­hochs, und bislang ist erst das erste Hoch gesetzt.

Marktauswirkungen

Der Basisfall ist ein Boden zwischen Juni und Oktober, wobei der 20-Monats-Moving-Average und der 21-Monats-EMA — das Bull-Market-Support-Band — als Magnet wirken. Gold notierte 2022 bereits unterhalb dieses Bandes und erholte sich, was das Analogon ist, auf das sich der Analyst stützt. Neue Allzeithochs 2026 sind weiterhin möglich, erfordern aber einen Boden innerhalb des nächsten Monats; falls der Preis bis September oder Oktober weiter abbröckelt, verschiebt sich das realistische Fenster auf 2027–2028. Aktien korrigieren in Midterm-Jahren typischerweise zweimal — einmal früh, einmal spät — und ein zweites Bein nach unten an den Aktienmärkten zusammen mit einem Gold-Boden würde den Gold/Aktien-Ratio von hier aus deutlich nach oben treiben.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wie stark ist Gold seit dem 2026er Hoch gefallen?

    Gold notiert rund 28 % unter seinem Hoch von Anfang 2026 und handelt bei etwa $4.000 je Unze. Der Analyst ordnet das als standardmäßige Mid-Cycle-Korrektur ein, nicht als strukturelles Top.

  2. Wann erwartet der Analyst den Boden bei Gold?

    Im Durchschnitt findet Gold in US-Midterm-Zyklen um Tag 187 des Jahres seinen Boden — Ende Juni oder Juli. Die Spanne des Analysten reicht von Juni bis Oktober, wobei das Risiko einer Aktienmarktkorrektur den Zeitplan verlängern könnte.

  3. Kann Gold 2026 noch neue Allzeithochs markieren?

    Das ist möglich, aber nur wenn Gold innerhalb des nächsten Monats einen Boden findet. Ein Tief im September oder Oktober würde das realistische Fenster für neue Hochs auf 2027–2028 verschieben.

  4. Was ist das Bull-Market-Support-Band bei Gold?

    Der 20-Monats-Moving-Average zusammen mit dem 21-Monats-EMA. In früheren Bullenmärkten hielt sich Gold darüber, abgesehen von kurzen Fakeouts 1974 und 2008; 2022 notierte es kurz darunter, erholte sich aber wieder.

  5. Warum wird der aktuelle Drawdown mit 1973 und 2006 verglichen?

    In diesen Jahren gab es vergleichbare Korrekturen von ~25–28 % innerhalb laufender Bullenmärkte, und Gold erreichte später neue Hochs. Der monatliche RSI erreichte 1973 ebenfalls ~95 — auf dem gleichen Niveau wie Anfang 2026 — und löste sich bullisch auf.

Quellenangabe
Aggregiert von Benjamin Cowen · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 72d
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