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Hamas riet Spendern: Binance meiden, Bybit und USDT nutzen

Ein Einziehungsdokument des US-Justizministeriums zeigt, wie die Al-Qassam-Brigaden Spender an Exchange-Kontrollen vorbei lotsen und sie zu Bybit, OKX, Kast, Redotpay und Tethers USDT auf dem Tron-Netzwerk leiten.

Hamas riet Spendern: Binance meiden, Bybit und USDT nutzen
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Hamas riet Spendern: Binance meiden, Bybit und USDT nutzen
Hamas riet Spendern: Binance meiden, Bybit und USDT nutzen

Hamas' militärischer Flügel riet Spendern, Binance nicht für Geldtransfers zu nutzen, und empfahl stattdessen Bybit, OKX, Kast und Redotpay. Das geht aus einem Dokument zur Vermögenseinziehung des US-Justizministeriums vom 9. September hervor, das einen Brief der Al-Qassam-Brigaden vollständig wiedergibt. Die Gruppe empfahl den Spendern zudem, Tethers USDT-Stablecoin im TRC-20-Netzwerk auf der Tron-Blockchain zu verwenden.

"Es ist vorzuziehen, die Plattform 'BINANCE' nicht für die Überweisung von Unterstützung zu nutzen", heißt es in dem Brief, in dem Spender aufgefordert werden, fiktive Empfängerdaten einzugeben, damit die Wallets nicht gesperrt werden. Die Anleitung bietet einen seltenen Einblick, wie eine sanktionierte Militanzgruppe Krypto-Plattformen bewertet, in der Annahme, dass einige Transfers erkannt oder blockiert werden.

Warum das wichtig ist

Die Risikoeinschätzung 2026 des US-Finanzministeriums zur Terrorfinanzierung stellte fest, dass Gruppen wie Hamas und ISIS weiterhin digitale Assets für Spenden und Transfers nutzen, wobei die traditionelle Finanzwelt ihr bevorzugter Kanal bleibt. Das Wall Street Journal berichtete, dass Wallets mit Hamas-Verbindung zwischen 2020 und 2023 rund 41 Millionen US-Dollar erhielten und das Finanzministerium 165 Millionen Dollar an Krypto-bezogenen Transaktionen im Zusammenhang mit der Gruppe untersuchte.

Die genannten Börsen wiesen die Vorwürfe zurück. Binances Chief Compliance Officer Noah Perlman sagte, der Brief zeige, dass die "Kontrollen funktionieren". OKX erklärte, die erwähnte Wallet habe keine Verbindung zur Börse gehabt und sei bereits als illegal gekennzeichnet gewesen. Kast verwies auf einen Compliance-Betrieb mit über 50 Mitarbeitern und den Tools von Elliptic, Sumsub und Sardine. Bybit lehnte eine Stellungnahme ab, Redotpay reagierte nicht. Die Erwähnung in dem Brief beweist nicht, dass diese Plattformen schwache KYC- oder AML-Kontrollen haben.

Marktauswirkungen

Der Reputationsschatten trifft Bybit, OKX, Kast und Redotpay in einem heiklen Moment, da die USA die Durchsetzung von Anti-Terror-Finanzierungsmaßnahmen nach dem 7. Oktober wieder verstärken. Für Tether wird eine weitere dokumentierte Verbindung zwischen USDT auf Tron und sanktionierten Akteuren die anhaltende Prüfung zusätzlich anheizen, während der Stablecoin in den regulierten Finanzsektor vordringt. Zu beobachten sind mögliche weitere Durchsetzungsmaßnahmen, strengere Prüfungsanforderungen für TRC-20-Transfers und die Frage, ob Binance den Brief zu seiner eigenen regulatorischen Verteidigung nutzt.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Welche Plattformen empfahl Hamas' militärischer Flügel als Alternative zu Binance?

    Laut dem Einziehungsdokument des Justizministeriums empfahl der Brief der Al-Qassam-Brigaden den Spendern Bybit, OKX, Kast, Redotpay und Trust Wallet sowie Transfers über Tethers USDT-Stablecoin im TRC-20-Netzwerk auf der Tron-Blockchain.

  2. Warum hieß es im Brief der Al-Qassam-Brigaden, Binance zu meiden?

    Im Brief hieß es, Binance sei vorzuziehen zu meiden, damit Spender-Wallets nicht gesperrt würden, und es wurde zu fiktiven Empfängerdaten geraten. Das spiegelt die Annahme der Gruppe wider, dass einige Transfers von den Kontrollen der Börse erkannt werden könnten.

  3. Wie viel Krypto erhielten Wallets mit Hamas-Verbindung?

    Das Wall Street Journal berichtete, dass Krypto-Wallets mit Hamas-Verbindung zwischen 2020 und 2023 rund 41 Millionen US-Dollar erhielten, und dass das Finanzministerium 165 Millionen Dollar an Krypto-bezogenen Transaktionen untersuchte, die möglicherweise mit der Finanzierung der Gruppe vor Oktober 2023 in Verbindung…

  4. Bedeutet die Erwähnung im Brief, dass Bybit oder OKX schwaches KYC haben?

    Nicht unbedingt. OKX erklärte, die erwähnte Wallet habe keine Verbindung zur Börse gehabt und sei bereits als illegal gekennzeichnet gewesen, Kast verwies auf ein über 50-köpfiges Compliance-Team mit Elliptic- und Sardine-Tooling, und große Plattformen werden für viele Zwecke jenseits illegaler Finanzströme genutzt.

  5. Wie reagierte Binance auf den Brief?

    Binances Chief Compliance Officer Noah Perlman sagte, dass es ein Zeichen funktionierender Kontrollen sei, wenn Terrorgruppen Menschen davor warnen, Binance zu nutzen. Er verwies auf Sanktionsprüfungen, Transaktionsüberwachung und die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 3d
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