Am Pilotprojekt von Interpols Silver Notice waren 82 Länder beteiligt. Dabei wurden kriminelle Vermögenswerte im Wert von mindestens 36 Millionen Euro ermittelt, darunter Bargeld, Kryptowährungen, Fahrzeuge und Immobilien. Das System verbindet die 196 Mitgliedsländer von Interpol, um grenzüberschreitend bewegte Erträge aufzuspüren und zu beschlagnahmen.
Warum das wichtig ist
Laut Interpol behalten Kriminelle in der Regel rund 99 % ihrer illegalen Erträge. Dadurch wird die Rückgewinnung von Vermögenswerten zu einem zentralen Bestandteil der Finanzermittlungen. Die erste Silver Notice wurde von Italien für ein ranghohes Mitglied der Mafia beantragt. Anschließend identifizierte Brasilien mehrere Immobilien und weitere Vermögenswerte, die mit dem Verdächtigen und seinen Komplizen in Verbindung standen.
Auswirkungen auf den Markt
Das System erweitert den Compliance-Rahmen für Finanzinstitute und Unternehmen für digitale Vermögenswerte, die Transaktionen im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Ermittlungen abwickeln. Die Interpol-Mitglieder sollen bei der Generalversammlung in Hongkong im November 2026 über die vollständige Einführung abstimmen.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist Interpols Silver-Notice-System?
Es ermöglicht den 196 Mitgliedsländern von Interpol, Informationen auszutauschen und bei der Verfolgung und Beschlagnahmung grenzüberschreitender krimineller Vermögenswerte zu helfen.
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Wie viele Länder haben das Silver-Notice-Pilotprojekt genutzt?
Seit dem Testlauf im Januar 2025 waren 82 Länder an dem Pilotprojekt beteiligt.
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Welche Arten von Vermögenswerten können Silver Notices aufspüren?
Das System erfasst Bargeld, Kryptowährungen, Fahrzeuge und Immobilien, die mit grenzüberschreitender Kriminalität in Verbindung stehen.
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Wie viele kriminelle Vermögenswerte wurden durch das Pilotprojekt ermittelt?
Laut Interpol wurden durch das Pilotprojekt kriminelle Vermögenswerte im Wert von mindestens 36 Millionen Euro ermittelt.
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Wann stimmen die Interpol-Mitglieder über die vollständige Einführung ab?
Die Mitglieder sollen im November 2026 bei der Generalversammlung in Hongkong über die vollständige Einführung abstimmen.