Der House Ways and Means Committee stimmte am Mittwoch mit 38 zu 5 für die Weiterleitung des Digital Asset Tax Certainty Act, wodurch der überparteiliche Gesetzentwurf weniger als 24 Stunden nach dem Scheitern des Digital Asset Market Clarity Act, der obersten Priorität der Branche im Senat, an das gesamte Repräsentantenhaus geht.
Das Gesetz würde eine Geringfügigkeitsschwelle für kleine Krypto-Transaktionen festlegen, in dieser Fassung bei nur 10 Dollar, und damit der aktuellen Praxis ein Ende setzen, bei der alltägliche Zahlungen steuerbare Ereignisse auslösen. Ausschussvorsitzender Jason Smith argumentierte, dass ohne Erleichterung schon der Kauf einer Tasse Kaffee "einen absurden Compliance-Irrgarten auslöst". Das Gesetz regelt außerdem, wie Krypto-Einkünfte steuerlich erfasst werden, sowie Transfers, Wash-Sale-Regeln, Mining, Staking, Broker-Anforderungen und eine Sonderbehandlung für qualifizierte Dollar-Stablecoins, allgemein mit dem Ziel der Gleichstellung digitaler Assets mit anderen Finanzprodukten.
Warum das wichtig ist
Die steuerliche Behandlung war lange ein struktureller Bremsklotz für Krypto-Zahlungen. Eine Schwelle von 10 Dollar liegt deutlich unter früheren Entwürfen, aber das Ergebnis von 38 zu 5 zeigt, dass die Krypto-Steuerreform auch nach dem Scheitern des Markstruktur-Gesetzes im Senat echte überparteiliche Unterstützung behält. Der Abgeordnete Steven Horsford, ein Demokrat aus Nevada, der die Initiative unterstützte, erklärte, das Paket "legt grundlegende Steueregeln für digitale Assets fest".
Der Widerstand fiel deutlich aus. Der texanische Demokrat Lloyd Doggett nannte den Ausschuss "den einzigen Ort im Kongress, der es eilig hat, dieser Branche Gefälligkeiten zu verschaffen", verknüpfte das Gesetz mit Präsident Trumps Branchenverbindungen und fragte, warum Krypto mehr Aufmerksamkeit verdient als andere Anliegen der Steuerzahler.
Marktauswirkungen
Das Timing ist das Hauptrisiko: Die Sitzungsperiode des Kongresses ist fast beendet, zwischen den Novemberwahlen und Januar sind noch etwa fünf Wochen Arbeit eingeplant. Selbst wenn das Gesetz scheitert, schafft die starke Abstimmung im Ausschuss Schwung für identische Vorstöße in der nächsten Sitzungsperiode. Für zahlungsorientierte Stablecoins und die alltägliche Krypto-Nutzung bleibt die Geringfügigkeitsregelung die unmittelbarste gesetzliche Weichenstellung, die derzeit auf dem Tisch liegt.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der Digital Asset Tax Certainty Act?
Ein überparteilicher Gesetzentwurf, den der House Ways and Means Committee mit 38 zu 5 weitergeleitet hat und der die steuerliche Behandlung von Krypto klären soll, inklusive einer Geringfügigkeitsschwelle für kleine Transaktionen, Wash-Sale-Regeln, Mining, Staking und Broker-Anforderungen.
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Wie hoch ist die Geringfügigkeitsschwelle im Gesetz?
Der aktuelle Entwurf setzt die Kleinbetragsregelung auf 10 Dollar fest, deutlich niedriger als frühere Vorschläge, aber so gestaltet, dass alltägliche Krypto-Zahlungen praktikabel werden, ohne steuerbare Ereignisse auszulösen.
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Wie verhält sich das Gesetz zum Clarity Act?
Es wurde weniger als 24 Stunden weitergeleitet, nachdem der Senat den Digital Asset Market Clarity Act, die Markstruktur-Priorität der Branche, nicht verabschiedet hatte. Steuerpolitik war das andere große legislative Ziel der Branche.
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Was sagt das Gesetz über Stablecoins?
Laut Abgeordnetem Steven Horsford sieht das Paket eine spezifische steuerliche Behandlung für qualifizierte Dollar-Stablecoins sowie für kleine Netzwerk- und Transaktionsgebühren vor.
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Wie stehen die Chancen, dass das Gesetz in dieser Sitzungsperiode Gesetz wird?
Das Timing ist knapp: Zwischen den Novemberwahlen und Januar sind nur etwa fünf Wochen parlamentarischer Arbeit eingeplant. Selbst wenn es scheitert, schafft die starke überparteiliche Abstimmung im Ausschuss Schwung für künftige Vorstöße.
CoinDesk