Der House Ways and Means Committee stimmte am Mittwoch mit 38 zu 5 Stimmen dafür, den Digital Asset Tax Certainty Act voranzubringen, das erste Bundessteuerframework für Kryptowährungen, das je einen Kongressausschuss passiert hat. Die Abstimmung erfolgte weniger als einen Tag, nachdem der Senat es verfehlt hatte, den umfassenderen Clarity Act zur Regulierung digitaler Assets voranzubringen.
Der Gesetzentwurf befreit Netzwerk- und Transaktionsgebühren von 10 Dollar oder weniger von der Besteuerung, wobei diese Bestimmung nicht für Dienstleister gilt, die Transaktionen im Namen anderer ausführen, und erst im Dezember 2027 in Kraft tritt. Zudem weist er das Finanzministerium an, innerhalb von 12 Monaten nach Verabschiedung ein Digital Asset Voluntary Disclosure Program einzurichten, das qualifizierten Steuerzahlern erlaubt, frühere Erklärungen zu korrigieren und geschuldete Steuern, Zinsen und Strafen zu begleichen. Mining- und Staking-Einkünfte würden als gewöhnliches Einkommen besteuert, wobei bestimmten Investmentfonds erlaubt wird, ihre Bestände zu staken, ohne ihren Steuerstatus zu beeinträchtigen. Eine frühere Option zur Aufschub der Einkommenserfassung wurde gestrichen, womit die Timing-Frage ungelöst bleibt.
Ausschussvorsitzender Jason Smith, R-Mo., nannte die Abstimmung einen historischen Moment nach über einem Jahr parteiübergreifender Verhandlungen. Rep. Steven Horsford, D-Nev., der am Gesetzentwurf mitarbeitete, sagte, er etabliere die Behandlung als gewöhnliches Einkommen, lasse aber den Zeitpunkt der Erfassung offen.
Warum das wichtig ist
Ein funktionierendes Bundessteuerframework ist das letzte große Stück regulatorischer Klarheit, das der US-Kryptoindustrie gefehlt hat. Allein die Geringfügigkeitsausnahme beseitigt einen echten Reibungspunkt: Derzeit ist jede kleine On-Chain-Transaktion technisch gesehen ein steuerpflichtiges Ereignis.
Die Streichung des Einkommensaufschubs ist die größte Lücke, die Kritiker bemängelten. Ohne eine anerkannte Timing-Regel stehen Miner und Staker vor anhaltender Unsicherheit darüber, wann Rewards steuerpflichtiges Einkommen werden, ein Punkt, den Branchenverbände wie der Crypto Council for Innovation im Senat noch verfeinert erwarten.
Marktauswirkungen
Da das Repräsentantenhaus bis nach den Novemberwahlen pausiert, wird der Gesetzentwurf voraussichtlich in der Lame-Duck-Periode wieder auftauchen, so der Crypto Council for Innovation. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Senate Finance Committee, der Interesse an einer eigenen Steuerregelung für digitale Assets signalisiert hat.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der Digital Asset Tax Certainty Act?
Ein Gesetzentwurf des Repräsentantenhauses, der mit 38 zu 5 Stimmen vom Ways and Means Committee weitergeleitet wurde und das erste Bundessteuerframework für Kryptowährungen schafft, mit Ausnahmen für Transaktionsgebühren, Offenlegungsprogrammen und Regelungen zu Staking- und Mining-Einkünften.
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Welche Krypto-Transaktionen würden unter dem Entwurf steuerfrei?
Netzwerk- und Transaktionsgebühren von 10 Dollar oder weniger wären von der Besteuerung ausgenommen. Die Ausnahme gilt nicht für Dienstleister, die Transaktionen im Namen anderer ausführen, und tritt erst im Dezember 2027 in Kraft.
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Wie werden Mining- und Staking-Rewards besteuert?
Einkünfte aus Mining und Staking würden als gewöhnliches Einkommen besteuert. Bestimmte Investmentfonds können ihre Bestände staken, ohne dass diese Aktivität allein ihren Steuerstatus beeinträchtigt.
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Sagt der Entwurf, wann Staking-Rewards steuerpflichtig werden?
Nein. Eine frühere Version enthielt eine Option zum Einkommensaufschub, die jedoch gestrichen wurde. Die Frage, wann Mining- und Staking-Rewards als steuerpflichtiges Einkommen erfasst werden, bleibt offen.
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Wann wird das Krypto-Steuergesetz Gesetz?
Der Zeitpunkt ist ungewiss. Da das Repräsentantenhaus bis nach den Novemberwahlen pausiert, wird der Entwurf voraussichtlich in der Lame-Duck-Periode behandelt, wobei der Senate Finance Committee eine eigene Version voranbringen dürfte.
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