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NY-Richterin blockiert Klage um 39.069 BTC, Hearing am 14. Juli

Eine Richterin am Obersten Gerichtshof von New York blockierte eine Versäumnisentscheidung im „Noah Doe“-Fall, nachdem ein Amicus-Schriftsatz argumentiert hatte, das Fundsachen-Gesetz des Staates sei nie auf Blockchain-Adressen ausgelegt gewesen —

Eine Richterin am Obersten Gerichtshof von New York hat am Freitag sämtliche Verfahren in einer Klage ausgesetzt, die eine deklaratorische Eigentumsfeststellung an 39.069 ruhenden Bitcoin-Wallets anstrebt, und damit jeden Schritt Richtung Versäumnisurteil vor einer mündlichen Verhandlung am 14. Juli blockiert. Richterin Kathy J. King unterzeichnete die Order to Show Cause am 4. Juni, die öffentlich am 5. Juni eingereicht wurde. Die Verhandlung ist auf 10:30 Uhr in Part 6 des New York County Courthouse, 60 Centre Street, angesetzt.

Die unter ABC Company, XYZ Company und Noah Doe v. John Does 1-39.069 geführte Klage zielt auf eine Entscheidung nach Artikel 7-B des New Yorker Sachenrechts (New York Personal Property Law) ab, demzufolge ruhende Bitcoin-Wallets herrenloses Eigentum darstellen, dessen Eigentum übergehen könne. Die 39.069 Adressen wurden von Galaxy Research im Mai auf rund 3,8 Millionen BTC geschätzt — etwa 234 Milliarden Dollar zu aktuellen Kursen bzw. 293,5 Milliarden Dollar zum damaligen Galaxy-Bezugswert. Die Klageschrift selbst bewertet jede Wallet mit weniger als 10 Dollar und verweist auf die Schwierigkeit, die Vermögenswerte tatsächlich zu erlangen.

Auf der Beklagtenliste steht auch die Adresse 1Feex, die rund 80.000 BTC hält und in der Berichterstattung seit Langem mit dem Mt.-Gox-Hack von 2011 in Verbindung gebracht wird, sowie Wallets, die laut Galaxy den „Patoshi"-Mustern entsprechen, die dem Bitcoin-Schöpfer zugeschrieben werden. Die Kläger „zustellten" die Wallets, indem sie OP_RETURN-Nachrichten an jede Adresse schickten, die auf eine Abandonment-Bekanntmachung verwies, gehostet von Salomon Brothers Strategic Advisors — eine Kampagne, die Galaxy im Oktober als „Great Bitcoin Dusting" dokumentierte.

Warum es wichtig ist

Die Aussetzung erfolgte als Reaktion auf einen Antrag von Ian R. Cohen vom 29. Mai — ein Self-Custody-Bitcoin-Holder und M&A-Anwalt —, der als Amicus Curiae auftreten und der Argumentation der Kläger entgegentreten will. Cohens 26-seitiger Schriftsatz argumentiert, das Fundsachen-Gesetz setze physischen Gewahrsam an einem körperlichen Objekt voraus — nicht jedoch Blockchain-Adressen, die „der gesamten Welt durchgehend sichtbar blieben". Eine Entscheidung eines New Yorker Staatsgerichts, die Privateigentum an der Adresse 1Feex feststellt, könnte laut Cohen mit dem zivilen Sanierungsverfahren in Japan sowie einem möglichen strafrechtlichen Einziehungsinteresse des US-Justizministeriums kollidieren.

Der Schriftsatz dreht zudem die eigene Klageschrift gegen die Kläger: Wenn die adressierten Eigentümer wegen eines Sicherheitsmangels nicht abheben können, spiegele ihre Inaktivität „unfreiwilligen Entzug des Zugriffs" wider, nicht freiwillige Aufgabe. Cohen weist außerdem darauf hin, dass das New Yorker Abandoned Property Law 2022 gezielt geändert wurde, um ruhende virtuelle Währung an den State Comptroller zu leiten — ein Rahmen, den die Legislative Artikel 7-B vorgezogen hat.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Worum geht es in der „Noah Doe"-Klage?

    Die Klage zielt auf ein Feststellungsurteil, dass 39.069 ruhende Bitcoin-Wallets nach dem New Yorker Fundsachen-Gesetz herrenloses Eigentum sind und das Eigentum auf die Kläger übergeht. Es ist der erste bekannte Versuch, dieses Gesetz auf Blockchain-Vermögenswerte anzuwenden.

  2. Wie viel Bitcoin steht in dem Fall auf dem Spiel?

    Galaxy Research schätzte im Mai, dass die 39.069 Adressen rund 3,8 Millionen BTC halten, was zu aktuellen Kursen etwa 234 Milliarden Dollar entspricht, zum damaligen Galaxy-Bezugswert rund 293,5 Milliarden Dollar. Die Klageschrift selbst bewertet jede Wallet mit unter 10 Dollar und verweist auf die Schwierigkeit, die…

  3. Warum hat die Richterin den Fall ausgesetzt?

    Richterin Kathy J. King hat am 4. Juni sämtliche Verfahren ausgesetzt, um am 14. Juli mündlich über einen Antrag des Anwalts Ian R. Cohen vom 29. Mai zu verhandeln, der als Amicus Curiae auftreten und der Argumentation der Kläger entgegentreten will.

  4. Was ist Cohens Hauptargument gegen die Klage?

    Cohen argumentiert, das Fundsachen-Gesetz setze physischen Gewahrsam an einem körperlichen Objekt voraus, und Blockchain-Adressen seien „der gesamten Welt durchgehend sichtbar" geblieben. Außerdem weist er darauf hin, dass New York 2022 sein Abandoned Property Law änderte, um ruhende virtuelle Währung an den State…

  5. Welche prominenten Wallets sind in der Klage genannt?

    Die Beklagtenliste umfasst die Adresse 1Feex mit rund 80.000 BTC, die seit Langem mit dem Mt.-Gox-Hack von 2011 verknüpft wird, sowie Adressen, die laut Galaxy den „Patoshi"-Mustern entsprechen, die dem Bitcoin-Schöpfer zugeschrieben werden.

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