Eine Bundesjury verurteilte Brent C. Kovar, Inhaber von Profit Connect, in 15 Anklagepunkten wegen Betrugs und Geldwäsche, nachdem die Staatsanwaltschaft erklärte, er habe $24 Millionen von mindestens 400 Anlegern durch falsche Behauptungen über ein KI-gestütztes Krypto-Geschäft erlangt. Das Justizministerium erklärte, das Urteil sei nach einer neuntägigen Verhandlung ergangen.
Die Geschworenen befanden Kovar in elf Anklagepunkten wegen Wire Fraud, zwei wegen Mail Fraud und zwei wegen Geldwäsche für schuldig. Kovar vermarktete Profit Connect als profitables Technologieunternehmen und erklärte Anlegern, die Firma nutze KI-Software auf einem Supercomputer, um Krypto zu schürfen und Krypto-Transaktionen zu verifizieren. Er versprach feste Renditen von 15 bis 30 Prozent APR, eine 100-prozentige Geld-zurück-Garantie und behauptete, die Firma halte Hunderte Millionen Dollar an Krypto-Reserven. Die Staatsanwaltschaft erklärte, das Unternehmen habe keine Reserven gehalten, keine legitimen Mining-Erträge erzielt und Geld neuer Anleger verwendet, um den Betrieb zu finanzieren, Mitarbeitergeschenke zu kaufen, ein Haus für Kovar zu erwerben und frühere Anleger zurückzuzahlen.
Warum es wichtig ist
Das Urteil fällt in eine Welle bundesstaatlicher Verfahren, in denen KI-bezogenes Marketing im Zentrum der Anklage steht und nicht am Rand. Kovars Pitch drehte sich um einen 'Supercomputer' und 'KI-Software' als Quelle der versprochenen Rendite, ein Framing, das die Jury in allen 15 Anklagepunkten als fabriziert einstufte. Das aggregierte gesetzliche Strafmaß von 280 Jahren signalisiert, wie aggressiv das DOJ Anklagen stapelt, wenn sich ein System über Jahre erstreckt, mehrere Überweisungen umfasst und eine Opferzahl in den Hunderten aufweist.
Es verschärft auch die frühere Zivilklage der SEC. Der Fall der Aufsichtsbehörde aus dem Jahr 2021 behauptete mehr als $12 Millionen von mindestens 277 Anlegern. Der Strafprozess legt die Untergrenze nun bei $24 Millionen von mindestens 400 Opfern fest und spiegelt damit den breiteren Umfang wider, den die Staatsanwaltschaft vor Gericht nachweisen konnte.
Marktauswirkungen
Der Fall wird die Token-Preise wahrscheinlich nicht direkt bewegen, schärft jedoch den Blick darauf, wie KI-Marketing zur Vermarktung Krypto-naher Produkte eingesetzt wird. Compliance-Teams bei kundenorientierten Plattformen haben 'AI-yield'- und 'AI-mining'-Begrifflichkeiten bereits als erhöhtes Risiko-Offenlegungsterritorium markiert, und eine auf genau diesen Begriffen aufbauende Verurteilung auf Bundesebene gibt ihnen einen klaren Referenzpunkt.
Häufig gestellte Fragen
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Was war Profit Connect und was versprach es Anlegern?
Profit Connect war ein von Brent C. Kovar geführtes Unternehmen, das vorgab, KI-Software auf einem Supercomputer zum Krypto-Mining und zur Verifizierung von Transaktionen einzusetzen. Es versprach Anlegern feste Jahresrenditen von 15–30 %, eine 100-prozentige Geld-zurück-Garantie und behauptete, Hunderte Millionen an…
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Wie viel Geld nahm das System und wie viele Anleger waren betroffen?
Bundesstaatsanwälte erklärten, Kovar habe $24 Millionen von mindestens 400 Anlegern durch das System erlangt. Die Strafzahl des DOJ ist in etwa doppelt so hoch wie die $12-Millionen-Plus- und 277-Anleger-Untergrenze, die im SEC-Zivilverfahren von 2021 behauptet wurde.
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In welchen konkreten Anklagepunkten wurde Kovar verurteilt?
Eine Bundesjury befand ihn in 15 Anklagepunkten für schuldig: 11 Wire Fraud, 2 Mail Fraud und 2 Geldwäsche. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Taten hätten von Ende 2017 bis Juli 2021 stattgefunden.
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Wie vergleicht sich der Strafprozess mit der früheren SEC-Zivilklage?
Die SEC verklagte Kovar und seine Frau 2021 wegen angeblicher $12M+ von 277+ Anlegern. Das Strafurteil des DOJ legt die Untergrenze höher bei $24M von 400+ Opfern und zieht potenzielle Haftstrafen nach sich, während es sich bei der SEC-Klage um eine zivilrechtliche Durchsetzungsmaßnahme handelte.
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Wann ist Kovars Strafmaßverkündung und was ist die Höchststrafe?
Die Strafmaßverkündung ist für den 30. November angesetzt. Die 15 Anklagepunkte tragen ein aggregiertes gesetzliches Höchstmaß von 280 Jahren Gefängnis, wobei ein Bundesrichter das tatsächliche Strafmaß nach Anwendung der US-Strafzumessungsrichtlinien festlegt.