Ein Seouler Gericht hat zugunsten von Bithumb in einer von vier Bereicherungsklagen entschieden, die die Börse gegen Nutzer eingereicht hatte, die Bitcoin verkauft hatten, der ihnen zuvor versehentlich gutgeschrieben worden war. Das Seouler Zentralbezirksgericht ordnete an, dass der Beklagte die Erlöse aus der fehlerhaften Gutschrift zurückgeben muss, wie das lokale Medium Digital Asset am Donnerstag berichtete. Der Fall, der zweitgrößte der vier Zivilklagen, die Bithumb im März eingereicht hatte, betrifft rund 194 Millionen südkoreanische Won ($140,513); die größte Klage zielt auf 500 Millionen Won ($362,229).
Warum das wichtig ist
Im Februar soll ein Mitarbeiter von Bithumb versehentlich BTC statt KRW als Einheit für eine Werbeaktion eingegeben und dadurch 620.000 BTC, die damals rund 43 Milliarden $ wert waren, Hunderten von Nutzern gutgeschrieben haben. Der Fehler drückte das BTC-KRW-Paar auf Bithumbs Plattform kurzzeitig um etwa 15%, bevor die Börse die betroffenen Konten sperrte. Die südkoreanischen Behörden eröffneten daraufhin eine Untersuchung zu den internen Kontrollen und dem Risikomanagement der Börse, die noch andauert. Das Urteil vom Donnerstag ist der erste wesentliche Sieg in Bithumbs Rückholaktion und ein Präzedenzfall, den andere Börsen prüfen werden, wenn sie ihre eigenen Schutzmaßnahmen rund um Werbegutschriften verfeinern.
Marktauswirkungen
Bithumb gab diesen Monat zudem bekannt, dass es einen Börsengang im Jahr 2028 anstrebt. Das Rückforderungsurteil ist ein kleines, aber konkretes Signal dafür, dass die Börse durch eigene operative Fehler verlorene Mittel zurückholen kann, während drei weitere Bereicherungsklagen, darunter die größte über 500 Millionen Won, noch anhängig sind. Für den breiteren koreanischen Kryptomarkt ist der Präzedenzfall bedeutsam: Er zeigt Nutzern, dass der Verkauf versehentlich gutgeschriebener Bitcoin nach koreanischem Zivilrecht als ungerechtfertigte Bereicherung behandelt wird, und schärft damit die rechtliche Grenze zwischen Plattformfehler und Nutzergewinn.
Häufig gestellte Fragen
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Was war der 620.000-BTC-Fat-Finger-Fehler bei Bithumb?
Im Februar soll ein Bithumb-Mitarbeiter BTC statt KRW als Einheit für eine Werbeaktion eingegeben und so 620.000 BTC (damals rund 43 Mrd. $ wert) Hunderten von Nutzerkonten gutgeschrieben haben. Der Fehler drückte das BTC-KRW-Paar auf Bithumb kurzzeitig um etwa 15%, bevor Konten gesperrt wurden.
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Wie viele Klagen hat Bithumb wegen des Fehlers eingereicht?
Bithumb reichte im März vier zivilrechtliche Bereicherungsklagen gegen Nutzer ein, die den versehentlich gutgeschriebenen Bitcoin verkauft hatten. Das Donnerstag-Urteil ist der erste Sieg der Börse, im zweitgrößten der vier Fälle.
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Wie viel versucht Bithumb zurückzuholen?
Der am Donnerstag gewonnene Fall umfasst rund 194 Millionen Won ($140,513) an Erlösen. Die größte der vier Klagen zielt auf 500 Millionen Won ($362,229). Zusammen sollen die Klagen Verkaufserlöse aus den fehlerhaft gutgeschriebenen BTC zurückholen.
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Welche regulatorischen Schritte haben die südkoreanischen Behörden unternommen?
Die Behörden leiteten nach dem Vorfall im Februar eine Untersuchung zu Bithumbs internen Kontrollen und Risikomanagement ein und verwiesen auf fehlende Schutzmaßnahmen gegen groß angelegte operative Fehler. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.
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Wann plant Bithumb seinen Börsengang?
Bithumb kündigte Anfang des Monats an, einen Börsengang im Jahr 2028 anzustreben. Das Rückforderungsurteil ist ein kleines konkretes Signal dafür, dass die Börse durch eigene operative Fehler verlorene Mittel vor diesem Listing zurückholen kann.
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