Connecticut hat diese Woche Kalshi verklagt und fordert ein Bundesgericht auf, die Anordnung des Staates zur Einstellung der Sportwetten-Aktivitäten der Plattform durchzusetzen. Die Klage von Generalstaatsanwalt William Tong eskaliert einen vielschichtigen Rechtsstreit, der mittlerweile fast die Hälfte der US-Bundesstaaten einbezieht, wobei die bisherigen Gerichtsergebnisse laut Kalshi selbst ungefähr 50-50 ausgehen.
Warum es wichtig ist
Im Kern dreht sich die Klage um die Frage, ob bundesweit regulierte Prognosemarkt-Plattformen von den Glücksspielgesetzen der Bundesstaaten ausgenommen sind. Connecticuts Klageschrift argumentiert, dass „Sport-Eventkontrakte keinen Unterschied zu Sportwetten machen" und den Verbraucherschutzregeln des Staates für Minderjährige, problematisches Spielverhalten und die Sicherheit von Kundengeldern unterliegen müssen. Kalshis Prozessleiter Jovy Dedaj hält dagegen, dass der Staat sein Unternehmen willkürlich ins Visier nehme, während konkurrierende Prognosemärkte weiter operieren dürften, und bezeichnet die Durchsetzung als „völlig losgelöst von Verbraucherschutz".
Die CFTC unter dem neuen Vorsitzenden Mike Selig hat sich auf die Seite von Kalshi gestellt und Connecticut sowie weitere Bundesstaaten verklagt, weil diese versuchten, Eventkontrakte zu regulieren. Selig, eingesetzt von Präsident Donald Trump, hat eine formelle Regelungsinitiative für eine maßgeschneiderte bundesweite Aufsicht des Sektors gestartet. Der Konflikt zwischen Bund und Bundesstaaten führt zu deutlich unterschiedlichen Ergebnissen: Der Third Circuit stoppte das Verbot in New Jersey, ein Bundesrichter stoppte Arizonas strafrechtliche Verfolgung, doch anderswo musste Kalshi sein Produkt zurückziehen.
Marktauswirkungen
Die fragmentierte Landschaft deutet auf eine Auseinandersetzung vor dem Supreme Court hin. Kalshi hat auf die nahezu gleichmäßige Aufteilung der Urteile hingewiesen, und die CFTC sowie externe Rechtsexperten sagen, dass nur der Supreme Court klären kann, ob Eventkontrakte bundesweit präemptiertes Glücksspiel oder CFTC-regulierte Derivate sind. Für Kalshi und Wettbewerber wie Polymarket begrenzt diese Unsicherheit das Wachstum in rund der Hälfte des Landes, bis sich der rechtliche Nebel lichtet.
Häufig gestellte Fragen
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Warum hat Connecticut Kalshi verklagt?
Connecticuts Generalstaatsanwalt William Tong verklagte das Unternehmen, um eine staatliche Anordnung zur Einstellung von Kalshis Sportwetten durchzusetzen, mit dem Argument, dass Sport-Eventkontrakte von Sportwetten nicht zu unterscheiden seien und unter die staatlichen Verbraucherschutzgesetze für Minderjährige und…
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Wie viele US-Bundesstaaten verklagen Kalshi?
Fast die Hälfte der US-Bundesstaaten hat rechtliche Auseinandersetzungen mit Kalshi und ähnlichen Prognosemarkt-Plattformen begonnen, wobei die bisherigen Gerichtsurteile laut Kalshi selbst ungefähr 50-50 ausgehen.
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Welche Rolle spielt die CFTC in den Kalshi-Klagen?
Die CFTC unter dem neuen Vorsitzenden Mike Selig hat sich gegen die Bundesstaaten auf die Seite von Kalshi gestellt und verklagt nun Connecticut und andere Jurisdiktionen, mit dem Argument, dass bundesweit regulierte Handelsplattformen außerhalb der Glücksspielhoheit der Bundesstaaten liegen.
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Muss der Supreme Court über den Kalshi-Fall entscheiden?
Rechtsexperten und die CFTC sagen, dass die gespaltenen Gerichtsurteile und der Konflikt zwischen Bund und Bundesstaaten ein Eingreifen des Supreme Court wahrscheinlich machen, auch wenn sich das höchste Gericht noch nicht mit dem Fall befasst hat.
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Welche Prognosemärkte sind außer Kalshi betroffen?
Die Klage bedroht den breiteren Prognosemarkt-Sektor, einschließlich Polymarket und anderer Eventkontrakt-Plattformen, die laut Kalshi von den staatlichen Regulierern inkonsistent behandelt werden.
CoinDesk