Das US-Finanzministerium hat am Donnerstag die iranische Kryptobörse BitBank sanktioniert. Ihr wird vorgeworfen, zwischen Juni und Juli Bitcoin-Transfers im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar an die Islamischen Revolutionsgarden ermöglicht zu haben. Das Finanzministerium setzte außerdem BitBanks Softwareentwickler Pishtaz Simorgh Electronic Trade Company sowie drei Vertraute des iranischen Finanziers Babak Zanjani auf die Sanktionsliste.
Warum das wichtig ist
Das Office of Foreign Assets Control erklärte, BitBank sei ein von Zanjani kontrolliertes „prioritäres Digital-Asset-Unternehmen“. Zanjani war zuvor wegen eines mutmaßlichen Netzwerks von Unternehmen sanktioniert worden, das zur Geldwäsche und zur Umgehung von Sanktionen gegen den Iran genutzt worden sein soll. Das Finanzministerium erklärte außerdem, dass die Hormuz Safe Marine Services Authority BitBank seit Juni für die Überweisung von Zahlungen an das iranische Regime genutzt habe.
Hormuz Safe scheint die formale Trägergesellschaft hinter einer in iranischen Medien beworbenen, in Bitcoin abgewickelten Plattform zu sein, die Versicherungsschutz für Schiffe auf der Durchfahrt durch die Straße von Hormus anbietet. Der Iran erklärte, die Plattform solle einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Dollar erzielen, wodurch der Sanktionsfall um eine kommerzielle Ebene erweitert wird.
Auswirkungen auf den Markt
Die Einstufungen setzen die iranische Krypto-Infrastruktur, ihre Softwareanbieter und verbundene Vermittler erneut unter den Druck der US-Sanktionsbehörden. Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Maßnahme zeige, dass Versuche, das iranische Regime über Kryptowährungen zu finanzieren, nicht außerhalb der Reichweite des OFAC lägen.
Die Maßnahme folgt auf OFAC-Sanktionen gegen Nobitex, Wallex, Bitpin und Ramzinex im Juni sowie gegen Shelbit und Aban Tether im August. Das Finanzministerium erklärte, Nobitex habe 2025 mehr als die Hälfte der Zuflüsse digitaler Vermögenswerte in den Iran abgewickelt und Transaktionen mit den IRGC sowie anderen sanktionierten Einrichtungen ermöglicht. Die jüngsten Einstufungen führen die Operation-Economic-Outcast-Kampagne der Regierung fort, die am 24. August gestartet wurde.
Häufig gestellte Fragen
-
Was warf das US-Finanzministerium BitBank vor?
Das Finanzministerium warf BitBank vor, zwischen Juni und Juli Bitcoin-Transfers im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar an die IRGC ermöglicht zu haben.
-
Welche Einrichtungen setzte das OFAC neben BitBank auf die Sanktionsliste?
Das OFAC setzte BitBanks Softwareentwickler Pishtaz Simorgh Electronic Trade Company sowie drei Vertraute von Babak Zanjani auf die Sanktionsliste.
-
Wie war die Hormuz-Safe-Plattform mit dem Fall verbunden?
Das Finanzministerium erklärte, dass die Hormuz Safe Marine Services Authority BitBank für die Überweisung von Zahlungen an das iranische Regime genutzt habe. Die Behörde scheint mit einer in Bitcoin abgewickelten Plattform für Versicherungsschutz im Schiffsverkehr verbunden zu sein.
-
Was ist die Operation Economic Outcast?
Operation Economic Outcast ist eine umfassendere US-Kampagne gegen iranische Einrichtungen und Kryptoplattformen, denen vorgeworfen wird, dem Iran bei der Umgehung von Sanktionen zu helfen. Sie wurde am 24. August gestartet.
-
Welche iranischen Kryptobörsen wurden zuvor sanktioniert?
Das OFAC sanktionierte im Juni zunächst Nobitex, Wallex, Bitpin und Ramzinex. Im August folgten Shelbit und Aban Tether.
TheBlock